Erdbeben IndonesienSchwere Erdbeben am Pazifischen Feuerring

22-11-2022

von Aktion Deutschland Hilft

Zweimal binnen zwei Tagen bebte die Erde am Pazifischen Feuerring: Nahe der Südsee-Inselgruppe der Salomonen hat es ein schweres Erdbeben gegeben. Erst am Montag (21.11.) starben bei einem Beben in Indonesien mindestens 268 Menschen; rund 1.000 sind verletzt und 150 vermisst.

Helferinnen und Helfer aus unserem Bündnis bereiten die Nothilfe für die betroffenen Menschen vor. Hilfsorganisationen wie der ASB und ADRA sind in den betroffenen Regionen weit vernetzt und stehen in Kontakt mit den indonesischen Behörden sowie ihren lokalen Partnern vor Ort. Alle Beteiligten beobachten die aktuellen Entwicklungen genau.

Beben der Stärke 7 – Tsunami-Warnung aufgehoben

Das Erbeben auf den Salomonen ereignete sich am frühen Dienstagmorgen. Der Nachrichtenagentur AFP zufolge dauerte es etwa 20 Sekunden. In Teilen der Hauptstadt Hauptstadt Honiara sei der Strom ausgefallen, Menschen flohen in höhergelegene Gebiete.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens etwa 56 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Honiara, 13 Kilometer unter der Meeresoberfläche.

Die US-Erdbebenwarte bezifferte die Stärke auf 7, andere Mess-Stationen auf 7,3. Eine zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung wurde aufgehoben.

Erdbeben auch in Indonesien

Erst am Montag bebte die Erde in Indonesien. Bei einem Erdbeben der Stärke 5,6 und anschließenden Erdrutschen auf der Insel Java kamen auch viele Schulkinder uns Leben.

Indonesien liegt, genau wie die Salomonen, auf dem Pazifischen Feuerring. Das Epizentrum des Bebens lag in der Nähe der Hauptstadt Jakarta

Erdbeben Indonesien: Hunderte verletzt, Tausende obdachlos

Den lokalen Behörden sowie den Vereinten Nationen zufolge ist das die aktuelle Lage in Zahlen:

  • rund 1.000 Verletzte
  • 268 Tote
  • 150 Vermisse
  • 21.282 zerstörte Häuser 
  • 56.362 Menschen mussten evakuiert werden oder haben kein Zuhause mehr

Einige Gebiete sind wegen Erdrutschen derzeit nicht erreichbar. Die Zahlen werden also in den kommenden Stunden voraussichtlich noch steigen.

Viele Verletzte können nicht behandelt werden, da nicht ausreichend Personal zur Verfügung stehe. Vielerorts sind Stromversorgung zu Kommunikation zusammengebrochen.

Eingestürzte Gebäude – Suche nach Vermissten läuft

Rettungskräfte und Angehörige suchen unter den Trümmern nach eingeschlossenen Menschen. Es wird befürchtet, dass viele Menschen von Gebäudeteilen getroffen wurden, berichtete der Leiter des Nationalen Katastrophenschutzes.

Video: Wie entsteht ein Erdbeben?

 

Hilfsorganisationen wie der ASB und ADRA sind in den betroffenen Regionen weit vernetzt und stehen in Kontakt mit den indonesischen Behörden sowie ihren lokalen Partnern vor Ort. Der ASB stellt derzeit vor allem Trinkwasser bereit und ADRA kümmert sich um Notunterkünfte.

Alle Beteiligten beobachten die aktuellen Entwicklungen genau.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!

 

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