Helfer von arche noVa in Indonesien – schon 2009 leistete die Hilfsorganisation Nothilfe in dem Inselstaat (Archivbild)

Nothilfe Indonesienarche noVa organisiert Nothilfe für Indonesien

04-10-2018

von arche noVa

Nach der Doppelkatastrophe von Erdbeben und Tsunami in Indonesien bereitet arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V. einen Nothilfeeinsatz vor. Zwei Experten von arche noVa - Bündnisorganisation von Aktion Deutschland Hilft - werden in den kommenden Tagen in die Katastrophenregion auf Sulawesi aufbrechen. Derzeit organisiert das Team die Ausreise und die Ausfuhr der Trinkwasseraufbereitungsanlagen.

Mit voraussichtlich zwei kompakten Filtrationsanlagen vom Typ Skyhydrant soll das Team ausfliegen. Sie können die Grundversorgung von rund 2.200 Menschen sichern und sollen so die drohende Gefahr durch wasserbedingte Krankheiten abwenden. Das Team wird bei Bedarf weitere Notfallmaßnahmen umsetzen, beispielsweise auf dem Gebiet der Sanitärversorgung.

Kooperation mit Partnerorganisationen ist unabdingbar

"Unsere zwei Kollegen vom Nothilfeteam sind Spezialisten in den Bereichen Logistik und Wasserversorgung in Katastrophengebieten. Nach einer entsprechenden Bedarfsanalyse vor Ort werden sie die Anlagen installieren und weitere humanitäre Maßnahmen ergreifen", erläutert Carmen Paradiso, Auslandsprogrammleiterin von arche noVa.

Angesichts der Dimension der Katastrophe sei dabei die Kooperation mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen unabdingbar. arche noVa kooperiert bei diesem Einsatzfall eng mit dem Bündnispartner Arbeiter-Samariter-Bund von Aktion Deutschland Hilft.

Der Bedarf an Trinkwasser auf Sulawesi ist enorm

Am 28. September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf der Richterskala die indonesische Insel Sulawesi und löste eine sechs Meter hohe Tsunamiwelle aus. Getroffen wurde die Ostküste der Insel mit der Stadt Palu, wo die Erschütterungen viele Gebäude zum Einsturz brachten. Erste Berichte von vor Ort bestätigen auch enormen Bedarf im Bereich der Trinkwasserversorgung.

Laut der regionalen Koordinierungsstelle AHA Centre liegt die Zahl der Todesopfer bei 1.200 (inzwischen bei 1.400, Anm. der Red.), über 48.000 Menschen (inzwischen mehr als 70.000, Anm. d. Red.) mussten aufgrund der Naturkatastrophen ihre Häuser verlassen. Viele von ihnen harren seit Tagen in Flüchtlingszentren aus.

Das volle Ausmaß der Verluste und Schäden ist in vielen Städten und Dörfern weiterhin unklar. Die Zufahrtswege und Kommunikationsmöglichkeiten sind noch nicht frei. Insgesamt benötigen rund 1,5 Millionen Menschen Unterstützung. Es fehlt an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff und Medizin.

Nothilfeteam ist bereit für den Start ins Katastrophengebiet

Die indonesische Regierung hat ein internationales Hilfeersuchen gestellt. Sie koordiniert die Hilfe vor Ort. Zur Zeit warten internationale Hilfsorganisationen noch auf eine Präzisierung und Bestätigung des Hilfegesuchs, um die Entsendung ihrer Teams in das Katastrophengebiet auf die Erfordernisse genau abzustimmen. arche noVa erwartet in Kürze die offizielle Freigabe für die Einreise des Nothilfeteams.

Entstehung Erdbeben  
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Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Betroffenen der Naturkatastrophen in Indonesien:

Spenden-Stichwort: Erdbeben Tsunami Indonesien
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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