Erdbeben IndonesienMalteser: Hunderte Schwerverletzte versorgt

30-05-2006

Im Distrikt Bantul ist der Ansturm auf die mobile Klinik von Malteser International gewaltig: „Seit den frühen Morgenstunden haben wir bereits Hunderte zum Teil schwer verletzte Menschen behandelt“, berichtet Volker Stapke, Projektkoordinator der Malteser auf Java. Viele Patienten mit Knochenbrüchen und Kopfverletzungen sind noch gar nicht oder nur schlecht versorgt. Malteser International hat bereits Antibiotika, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und Gips nachgefordert. „Noch immer ziehen die Helfer Überlebende aus den Trümmern. Man vermutet unter dem Schutt noch Tausende, aber es fehlt an schwerem Gerät“, so Stapke.

Bantul ist der bei weitem am stärksten von dem verheerenden Erdbeben am Samstag betroffene Distrikt. Mehr als 80 Prozent der Gebäude sind zerstört, zwei Drittel der Toten sind hier zu beklagen. Malteser International wird akute medizinische Nothilfe in weiteren Dörfern leisten. Insgesamt warten dort rund tausend Schwerverletzte noch auf eine Behandlung. Ein erneutes Nachbeben in der vergangenen Nacht habe zudem alle verunsichert.

Das Auswärtige Amt hat Malteser International 100.000 Euro für die Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

Bei dem Erbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala wurden nach Angaben der indonesischen Regierung mehr als 5.500 Menschen getötet, Zehntausende wurden verletzt, mehr als 200.000 Menschen sind ohne Obdach.

Malteser International ist seit dem Tsunami 2004 in Indonesien mit Wiederaufbauprojekten und in der Basisgesundheitsversorgung aktiv. Derzeit arbeiten 12 internationale und mehr als 200 lokale Kräfte in der vom Tsunami betroffenen Region.

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