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Ebola WestafrikaHilfe aus Deutschland für Ebola-Opfer in Liberia

01-10-2014

Isolierstationen aufgebaut und übergeben - action medeor und I.S.A.R. Germany ziehen Bilanz

Die deutschen Hilfsorganisationen action medeor und I.S.A.R. Germany haben ihr erstes Hilfsprojekt für die Ebola-Opfer in Westafrika erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen Wochen sind in der liberianischen Hauptstadt Monrovia zwei Isolierstationen für insgesamt 44 Patienten errichtet worden. Das Projekt kostete rund 580.000 Euro, die zu einem Großteil durch die Else Kröner-Fresenius-Stiftung aufgebracht wurden.

Das Team von I.S.A.R. Germany und action medeor war eines der ersten deutschen Teams in Liberia, das im Kampf gegen Ebola aktiv geworden ist. „Die von action medeor und I.S.A.R. Germany jetzt gelieferten Isolierstationen sind eine Grundvoraussetzung dafür, dass sich Ebola nicht weiter ausbreiten kann.
Noch gibt es davon aber viel zu wenige“, so der Leiter des I.S.A.R. Teams in Liberia, Thomas Laackmann. „Liberia ist dringend auf internationale Hilfe angewiesen!“

Hauptaufgabe des Teams war es, den Aufbau der Spezialzelte in Monrovia zu organisieren. „Es ist uns schnell gelungen, einen Platz für die Spezialzelte zu finden. Wir haben uns für einen Standort in direkter Nähe der Gerlib-Klinik entschieden, in der bereits Ebola-Patienten behandelt werden. Einheimische Firmen haben unverzüglich damit begonnen, den Bauplatz mit schwerer Technik herzurichten. Innerhalb von drei Tagen sind dann die Isolierstationen aufgebaut und an die Gerlib-Klinik und Vertreter des liberianischen Gesundheitsministeriums übergeben worden“, berichtet Thomas Laackmann.

Mareike Illing (27, Kleve), und Heiner Fricke (42, Uelzen), Mitglieder des Teams in Liberia, verweisen auf die Zerstörung der sozialen Strukturen im Land durch die Epidemie. „Ebola tötet, Ebola macht Tag für Tag Kinder zu Waisen, Ebola löscht jeden Tag ganze Familien aus!“, sagt Mareike Illing. Eindringlich fordert sie, die internationale Hilfe für die von Ebola betroffenen Länder in Westafrika zu verstärken. Noch passiere viel zu wenig, noch komme zu wenig Hilfe in der von der Ebola-Epidemie betroffenen Region an. „Wir konnten jeden Tag beobachten, wie Menschen von Kliniken abgewiesen werden mussten, wie Menschen vor den Kliniken leiden und sterben“, so Illing. „Diese Bilder werden wir nie vergessen!“, sagt Heiner Fricke. „Uns ist jeden Tag vor Augen geführt worden, dass unser Einsatz für die Menschen in Liberia wichtig ist und die Spendengelder sinnvoll eingesetzt werden.“

Die Vorstände von I.S.A.R. Germany und action medeor erneuern in diesem Zusammenhang ihren eindringlichen Spendenappell. Bislang bleibe das Spendenaufkommen deutlich hinter dem vergleichbarer Katastrophen zurück, so Dr. Daniele Lesmeister und Christoph Bonsmann. „Die Else- Kröner-Fresenius-Stiftung hat mit ihrem Engagement für die Ebola-Opfer in Liberia eine Vorreiterrolle übernommen und ein klares Zeichen gesetzt.“

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