Eine kleine blaue Murmel – so sieht die Erde vom Weltall betrachtet aus. Tatsächlich sind 72 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt. Doch dieses Wasser ist fast ausschließlich Meerwasser. Nur 2,7 Prozent sind Süßwasser und lediglich 0,3 Prozent sind Trinkwasser.
Ungleiche Verteilung von Trinkwasser
Und das wenige Trinkwasser ist höchst ungleich verteilt. Während Wasser in Deutschland wie selbstverständlich aus dem Hahn kommt, haben 2,1 Milliarden Menschen – jeder Vierte – keinen Zugang zu sicher verwaltetem Trinkwasser. 106 Millionen trinken direkt aus Seen, Flüssen und Tümpeln – ohne jegliche Aufbereitung. Oft fehlt es an ausgebauten Brunnen, Wasserleitungen, Wasserspeichern sowie Aufbereitungsanlagen für Trinkwasser. Und in manchen Teilen der Welt ist Wasser eine ebenso hart umkämpfte Ressource wie beispielsweise Öl.

Die Kostbarkeit von fließendem Wasser ist den Menschen oft nicht bewusst. Denn extremer Wassermangel ist in vielen Regionen der Welt alltäglich. Ausbleibender Regen, niedriger Grundwasserpegel und fehlender Wasserspeicher im Boden können dramatische Folgen für die Menschen haben.
Verunreinigtes Wasser kann tödliche Folgen haben
Zahllose Menschen müssen Wasser aus offenen Brunnen oder Wasserlöchern schöpfen, die zum Teil verunreinigt sind. Über die Keime darin können Durchfallerkrankungen wie Cholera, Ruhr, Typhus oder Polio übertragen werden. So starben im Jahr 2019 1,4 Millionen Menschen an vermeidbaren Ursachen im Zusammenhang mit unsicherem Wasser und schlechter Sanitärversorgung. Im Jahr 2024 gab es über 560.000 Cholera-Fälle und 6.000 gemeldete Todesfälle in 60 Ländern.
Die meisten Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Sanitäreinrichtungen haben, leben in Subsahara-Afrika sowie Süd- und Ostasien. Weltweit haben 3,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherer Sanitärversorgung. 354 Millionen Personen haben keinen Zugang zu einer Toilette. Dabei sind Menschen in ländlichen Gebieten stärker betroffen als Menschen, die in Städten leben.
Meist sind es Frauen und Kinder, die täglich viele Kilometer bis zur nächsten Wasserquelle zurücklegen müssen. Nicht selten führt der Weg über unwegsames oder gefährliches Gelände und ist so lang, dass die Menschen bis zu sechs Stunden mit Wasserholen beschäftigt sind. So verlieren Kinder kostbare Zeit, in der sie zur Schule gehen und lernen könnten und Frauen die Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen.

Am 22. März ist Weltwassertag
Um die Öffentlichkeit auf die Bedeutung von Wasser aufmerksam zu machen, gibt es den Weltwassertag. Jedes Jahr steht am 22. März ein anderes Schwerpunktthema rund um die weltweite Wasserversorgung, Wassermangel oder auch Wasserverschmutzung im Mittelpunkt. Der Weltwassertag wurde 1992 ins Leben gerufen.
Mit Ihrer Spende sichern Sie betroffenen Familien weltweit Zugang zu sauberem Trinkwasser und Toiletten – jetzt spenden!
Quellen: WHO/UNICEF, UN Water
+++ Spendenaufruf +++
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