Die Salomonen – ein Überblick
- Geografie: Die Salomonen bestehen aus fast 1.000 Inseln, von denen ungefähr ein Drittel bevölkert ist.
- Sprache: Auf den Inseln werden über 100 indigene Sprachen gesprochen. Die Amtssprache, Englisch, ist dabei nur wenigen Menschen geläufig.
- Konflikte: Es kommt auf den Salomonen immer wieder zu Konflikten. Aktuell befindet der Staat sich in einem Spannungsfeld zwischen China, den USA und Taiwan.
Kulturelle und sprachliche Vielfalt
Die Salomonen bestehen aus Inseln mit einer großen kulturellen und sprachlichen Vielfalt. Die Bevölkerung dort spricht ungefähr 120 indigene Sprachen.
In den meisten Regionen nutzen die Menschen die gemeinsame Verständigungssprache Pijin, die auf dem Englischen basiert. Englisch, die offizielle Amtssprache, spricht dagegen kaum jemand – nur etwa 2 Prozent der Bevölkerung.
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Britische Kolonialgeschichte prägt die Salomonen bis heute
Einzelne Inseln der Salomonen wurden zunächst von Deutschland kolonisiert, 1899 geriet das Gebiet vollständig unter britische Kontrolle. Heute sind die Salomonen Teil des Commonwealth, dem Zusammenschluss ehemaliger britischer Kolonien.
Somit ist das offizielle Staatsoberhaupt der britische König. Politische Macht übt er in dem Inselstaat jedoch nicht aus. König Charles III wird von einem Generalgouverneur vertreten. Aus Umfragen geht hervor, dass sich ein Großteil der Bevölkerung heute nicht mit dem Staatsoberhaupt identifizieren kann.
Kolonialismus legte den Grundstein für spätere Konflikte
Die Kolonialisierung wirkt bis heute nach: Beispielsweise wurden unterschiedliche ethnische Gruppen ohne die Berücksichtigung ihrer kulturellen Hintergründe zu einem Verwaltungsgebiet zusammengefasst. Die Kolonialherren begingen schwere Verbrechen, etwa die Enteignung von Land.
Seit 1978 sind die Salomonen ein souveräner Staat. Nach der Unabhängigkeit von Großbritannien verschärften staatliche Großprojekte gesellschaftliche Spannungen und Ungleichheiten. Ende der 1990er-Jahre eskalierten ethnische Konflikte gewaltsam. Bis heute prägen die Spaltungen zwischen einzelnen Bevölkerungsgruppen das politische Klima.
Schwere Klimafolgen trotz niedriger Emissionen
Die Salomonen gehören zu den wenigen Länder weltweit, die CO₂-negativ sind. Der Forst- und Landnutzungssektor bindet mehr Kohlendioxid, als das Land ausstößt. Zudem sind die Pro-Kopf-Emissionen deutlich niedriger als in Ländern wie Deutschland.
Trotzdem leiden die Inseln besonders stark unter der Klimakrise und ihre Folgen. Küstenregionen versinken im Meer, klimabedingte Krankheiten nehmen zu und Landwirt:innen kämpfen mit Überschwemmungen und unregelmäßigen Niederschlägen.
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Gründung eines Klimafonds in der Hauptstadt
An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel für einzelne Menschen sind. Wie das konkret aussehen kann, zeigte sich im September 2025 in der Hauptstadt der Salomonen. In Honiara gründeten pazifische Inselstaaten den Klimafonds Pacific Resilience Facility.
Ziel ist, die Klimawandel- und Katastrophenresilienz in pazifischen Gemeinschaften zu stärken. Das Finanzmodell kommt ohne Verschuldung der teilnehmenden Länder aus. Zudem liegt ein besonderer Fokus auf lokale Gemeinschaften sowie vulnerable Gruppen wie Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.
Quellen: CIA – The World Factbook, Deutschlandfunk, Pacific Islands News Association, Pacific Islands Forum, „Solomon Islands Conflict: Demands for Historical Rectification and Restorative Justice“ von John Houainamo Naitoro, UNESCO, United Nations Statistics Division, World Bank, World Health Organization (Stand 01/2026)
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