Myanmar: Hunderttausende von Monsunfluten und Folgen des Zyklon Komen betroffen
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Hunderttausende in vielen Ländern betroffenMyanmar: Hunderttausende von Monsunfluten und Folgen des Zyklon Komen betroffen

06-08-2015

Malteser International leistet Fluthilfe im Rakhine-Staat

Angesichts der besonders schweren Überschwemmungen im Rakhine-Staat leistet Malteser International hier in seiner Projektregion zusammen mit einem lokalen Partner Fluthilfe für zunächst rund 300 besonders stark betroffene Familien. Mit finanzieller Unterstützung durch die Schweizer Botschaft in Myanmar werden wir in und um die Stadt Sittwe fast 1.500 Einwohner mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Kleidung, Küchenutensilien, Wasserfiltern, Decken, Schlafmatten, Moskitonetzen und Hygieneartikeln wie Seife, Zahnpasta und Zahnbürsten versorgen. Die Verteilung weiterer Kits mit Kleidung und Hygieneartikeln ist derzeit auch in der Stadt Maungdaw geplant.

„Die Bevölkerung in Myanmar leidet jetzt unter zwei Katastrophen gleichzeitig, nämlich unter den Überschwemmungen aufgrund des starken Monsun und unter den Folgen von Zyklon Komen“, berichtet Malteser International Länderkoordinator Johannes Kaltenbach aus Myanmar. „In unserer Projektregion in Central und Northern Rakhine standen viele Dörfer tagelang unter Wasser. Viele Häuser wurden stark beschädigt oder komplett zerstört. Das Wasser stand teilweise fast zwei Meter hoch.“

Fast 34.000 Menschen mussten in den vergangenen Tagen in Rakhine State aus den Fluten gerettet und in Sicherheit gebracht werden. Wir unterstützten die Behörden bei der Evakuierung eines Krankenhauses in Maungdaw.

Monsunregenfälle und Zyklon Komen führten zu verheerenden Überschwemmungen

Sintflutartige Monsunregenfälle in den vergangenen Wochen und durch Zyklon Komen ausgelöste heftige Stürme haben in Myanmar zu unzähligen Erdrutschen und Springfluten geführt und tausende Häuser, Äcker, Brücken und Straßen sowie Strom- und Telefonverbindungen zerstört.  Die Behörden erklärten vier Provinzen im Zentrum und im Westen des Landes zum Notstandsgebiet, jedoch sind alle bis auf eine der 14 Provinzen betroffen. Unter den am stärksten betroffenen Regionen sind die verarmten und abgelegenen westlichen Staaten Chin und Rakhine. Weitere starke Regenfälle stehen bevor.

Auch in anderen Ländern Asiens sind Millionen Menschen von ungewöhnlich starken Monsunregen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. In Pakistan unterstützen wir die Fluthilfe der Gesundheitsbehörde im besonders stark betroffenen Distrikt Chitral in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa mit Medikamenten, Hygiene- und Baby-Kits, Moskitonetzen, Wasserreinigungstabletten, Aufklärungsmaterial und Personal. Auch in Nepal, wo wir seit dem schweren Erdbeben im April Nothilfe leisteten und den Menschen bei ihrem Neuanfang helfen, verschlimmert der Monsun die Lage der vielen Betroffenen, die noch immer in Zelten leben müssen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

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