Tony Rinaudo von unserem Bündnismitglied World Vision erhält alternativen Nobelpreis

ThemaAlternativer Nobelpreis für einen Weltveränderer

24-09-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft freut sich mit seinem Mitglied World Vision Deutschland über die Auszeichnung eines Mitarbeiters mit dem alternativen Nobelpreis. Der Agrarwissenschaftler Tony Rinaudo von World Vision Australien erhält diesen Preis in Anerkennung seines beharrlichen Einsatzes für ein grünes Afrika. 

Er hat die Methode FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) seit Mitte der 1980er Jahre entwickelt und in mehr als 25 Ländern erfolgreich vorangetrieben. Es geht dabei um Wiederaufforstung, indem vorhandene lebende Wurzelreste gerodeter Bäume wieder zum Wachstum gebracht werden und so neue Lebensgrundlagen schaffen.

"Von Herzen gratulieren wir diesem Weltveränderer"

"Die Welt braucht mehr solcher Menschen wie Tony Rinaudo, die unbeirrt an einem großen Ziel arbeiten. FMNR kann die Anfälligkeit der bäuerlichen Haushalte in den Trockenregionen Afrikas reduzieren und ihre Widerstandsfähigkeit stärken. Von Herzen gratulieren wir diesem Weltveränderer zu seinem Preis", sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von Aktion Deutschland Hilft.

Dabei ist für Tony Rinaudo von World Vision die FMNR eine soziale Bewegung: "Die Auswirkungen von FMNR auf die natürliche Umwelt, die Lebensbedingungen der Menschen und die Ernährungssicherheit sind unübersehbar. Die Mobilisierung der Dorfgemeinschaften, das beharrliche Erklären unseres Konzepts, das Überwinden von Problemen, das vereinte Arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin, das Erreichen sichtbarer Erfolge und schließlich die Erfahrung spürbarer Verbesserungen der eigenen Lebensumstände löste bei den Beteiligten wieder Zuversicht aus. Wir erlebten, wie die Menschen ihre Würde wiederfanden", berichtet er in einem Buch, das kürzlich erschien.

Stärkung von Kleinbauern ist weltweit wichtig

"Wir sehen gerade in letzter Zeit, wie klimabedingte Veränderungen, gepaart mit  Menschenrechtsverletzungen und Ungerechtigkeiten, Katastrophen verstärken. Mit den Auswirkungen sind wir direkt konfrontiert: Menschen geraten in Notlagen und brauchen Hilfe. Eine Verbesserung der Lebensgrundlage durch Methoden wie FMNR kann mithelfen, dieses Risiko zu vermindern. Daher sollte es auch für Geldgeber wie das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Muss sein, die UN-Erklärung zur Stärkung der Kleinbauern zu unterstützen", fordert Roßbach.

Auch weitere Organisationen im Bündnis setzen sich mit ihren Projekten im Sinne von Ernährungssicherung und Stärkung der Widerstandsfähigkeit für landwirtschaftliche Selbstverwaltung ein. Mit diesem Thema hat sich in diesem Jahr auch der UN-Menschenrechtsrat mit einer "Erklärung zur Stärkung der Rechte von Kleinbauern und anderen Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten" beschäftigt, die die Rechte von Kleinbauern schützen und das ungleiche Machtverhältnis zwischen Kleinbauern und großen Investoren der Agrarindustrie ausgleichen soll.

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