Hochwasser kann auf unterschiedliche Weise entstehen – zum Beispiel durch über die Ufer tretende Flüsse, durch das Meer bei Sturmfluten oder durch heftigen Starkregen in kurzer Zeit. Diese Hochwasserarten unterscheiden sich darin, wie sie entstehen, wie viel Vorwarnzeit bleibt und welche Folgen sie für Menschen, Gebäude und Infrastruktur haben. Fachleute beobachten in Europa, dass extreme Niederschläge und Hochwasserereignisse zunehmen, was auch mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht wird.
Zu den wichtigsten Formen von Hochwasser gehören Flusshochwasser, Sturmfluten und Sturzfluten.
Drei Arten von Hochwasser
Flusshochwasser entsteht, wenn ein Fluss mehr Wasser führt, als sein Bett und die angrenzende Aue aufnehmen können. Typisch ist, dass sich der Wasserstand über Stunden bis Tage langsam erhöht – zum Beispiel nach länger anhaltenden Regenfällen oder starkem Schneeschmelzen im Einzugsgebiet. Besonders betroffen sind Flusstäler und Auen, also natürliche Überschwemmungsflächen, die heute häufig dicht besiedelt oder intensiv genutzt sind.
Flusshochwasser lässt sich in der Regel vergleichsweise gut vorhersagen, weil Messdaten und Pegelstände Hinweise auf die Entwicklung geben. Die Überschwemmungen dauern meist mehrere Tage bis Wochen, wobei stehendes Wasser Schäden durch Verschmutzung und Feuchtigkeit verursacht. Einfluss haben neben Niederschlägen auch Bodenbedingungen (gesättigt, gefroren oder versiegelt) sowie menschliche Eingriffe wie Flussbegradigungen, Deiche und Bebauung in Überschwemmungsgebieten.
Von einer Sturmflut spricht man, wenn starker, anhaltender Wind das Meerwasser zur Küste drückt und der Wasserspiegel deutlich höher steigt als üblich. Schwere Sturmfluten belasten Deiche und Küstenschutzanlagen stark oder lassen sie überströmen. Oft treten sie mit der natürlichen Gezeitenbewegung zusammen – besonders gefährlich wird es, wenn sie eine Flutphase treffen und die Wasserstände extrem ansteigen.
Die Vorwarnzeit bei Sturmfluten beträgt meist einige Stunden bis zu einem Tag, lokal kann der Wasseranstieg jedoch sehr schnell erfolgen. Besonders gefährdet sind Küsten- und Mündungsgebiete, Häfen, Inseln sowie tief liegende Flächen hinter Schutzanlagen. Sturmfluten sind weltweit ein Risiko – von der Nordsee bis zu tropischen Wirbelstürmen.
Sturzfluten entstehen häufig durch sehr intensiven Starkregen in kurzer Zeit. Das Wasser kann dann nicht mehr im Boden versickern oder über die Kanalisation abgeleitet werden und sammelt sich in Senken, an Hängen, in Bachläufen und Straßen. Innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden können so reißende Wasser- und Schlammströme entstehen, die Geröll, Schlamm und Trümmer mitführen.
Im Gegensatz zum langsamer ansteigenden Flusshochwasser treten Sturzfluten meist plötzlich und lokal begrenzt auf – oft auch fern größerer Flüsse. Betroffen sind Mittelgebirgsregionen, enge Täler und zunehmend auch Städte, in denen Straßen, Dächer und andere versiegelte Flächen das Wasser kaum aufnehmen können. Die Vorwarnzeit ist deutlich kürzer, und die hohe Geschwindigkeit des Wassers macht Sturzfluten besonders gefährlich für Menschen, Verkehr und Gebäude.
Die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft helfen weltweit Menschen in Not. Bei Flutkatastrophen steht die Versorgung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, Decken und Medikamenten an oberster Stelle. Die Hilfsorganisationen unterstützen die betroffenen Menschen außerdem bei Aufräumarbeiten und beim Wiederaufbau und leisten Katastrophenvorsorge.
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