In Äthiopien herrscht Trockenheit, Dürre und Hunger. Frauen und ihr Kind warten in einem Zelt auf Nahrungsmittelhilfe.

Themen & HintergrundinfosArmut: ein Thema

30-03-2012

Es ist ein Thema weltweit. Ein Thema, das tagtäglich Millionen Menschen an den äußersten Rand des Existenzminimums zwingt und dennoch in seiner traurigen Alltäglichkeit in unserer Welt viel zu wenig Beachtung findet: Armut. Mehr als eine Milliarde Menschen – in erster Linie und fast ausschließlich Menschen, die in Entwicklungsländern leben – sind weltweit von extremer Armut betroffen.

Extreme Armut lässt sich in ihrer Komplexität nur schwer greifen, sie ist multidimensional und wird von vielen verschiedenen Faktoren bedingt. Extrem arm sein heißt, kein Geld für elementare Dinge zum Leben zu haben, mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen zu müssen. Extrem arm sein heißt häufig, keine ausreichende Bildung zu haben und auch seinen Kindern nicht einmal eine einfache Grundschulbildung ermöglichen zu können. Oft täglich Hunger zu leiden und von Unter- und Mangelernährung geschwächt zu sein. Selbst an gewöhnlichen Krankheiten lebensbedrohlich zu erkranken und kein Geld für Medikamente zu haben. Seine engsten Angehörigen durch HIV/Aids zu verlieren. In einem Teufelskreis gefangen zu sein, aus dem es nur in seltenen Fällen ein Entrinnen aus eigener Kraft gibt.

Armut: ein Thema

Und doch ist die Armut auch ein Thema, gegen das angegangen werden kann. Es gibt Auswege aus der Armut. Um die Armut weltweit zu bekämpfen, müssen viele unterschiedliche Maßnahmen in ganz verschiedenen Bereichen ergriffen werden. Die Grundbildung für alle leistet ebenso einen Beitrag zur Bekämpfung der Armut wie die Verbesserung der Gesundheitssituation in Entwicklungsländern. Auch die nachhaltige Entwicklung dörflicher Gebiete und Projekte zur langfristigen Ernährungssicherung von Menschen in den ärmsten Regionen der Erde können helfen, der Armut entgegenzuwirken.

Ebenso kann direkte finanzielle Unterstützung extrem armer Menschen eine gute Maßnahme im Kampf gegen die Armut sein. Um beispielsweise ein eigenes Unternehmen zu eröffnen, muss zunächst einmal Geld investiert werden, das ein extrem armer Mensch aber nicht hat. Mikrokredite und Mikrofinanzierung sind daher ein richtiger Schritt gegen die Armut.

Auch die Stärkung der Frauen, die mit den Kindern bei weitem am schwersten von extremer Armut betroffen sind, ist ein Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung im Kampf gegen die Armut. Gerade Frauen haben ein gewaltiges Potenzial, wenn es darum geht, Einkommensquellen zu erschließen, die Versorgung der eigenen Familie sicherzustellen und das Wissen an ihre Kinder weiterzugeben.

Quelle: armut.de

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