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Zyklon Birma/Myanmar1000 Pflanzen lassen Hoffnung keimen

08-07-2009

Kyi Aye kennt die Preise genau. Der 45-Jährige weiß, wann er seine Betel-Blätter besser auf dem Markt in Pyapon anbietet und wann sich jener in Kyaiklat anbietet. „Die Preise schwanken“, sagt er. Kyi Aye verdient nicht viel mit dem Verkauf seiner angebauten Pflanzen, die in Birma Kult-Status genießen und beim Kauen einen ähnlichen Effekt erzielen wie Koffein – nicht viel, aber genug um seine siebenköpfige Familie zu ernähren.

Das war nicht immer so: Bereits in der Zeit vor Nargis baute er Betel an, doch mit derart mäßigem Erfolg, dass er nebenbei noch als Fischer arbeiten musste. Dann kam der 2. Mai und mit ihm der Zyklon und alle seine Pflanzen und sein Haus und sein Eigentum waren zerstört. Kyi Aye stand vor dem Nichts.

Als Cristina Cariello und Pascal Panosetti von „HELP – Hilfe zur Selbsthilfe“ ins Dorf kamen, machten sie sich zunächst einmal ein genaues Bild von der Lage – und wurden dabei schon bald mit der Situation von Kyi Aye konfrontiert. „Wir beschlossen, Kyi 1000 neue Pflanzen zur Verfügung zu stellen und ihm beim Bestellen des Feldes zu helfen“, sagt Panosetti. Mit Erfolg. Zwei Mal täglich versorgte Kyi Aye die Pflanzen mit Wasser, auch den von HELP gestellten Dünger nutzte er redlich. Schon bald konnte er Setzlinge aus den Pflanzen gewinnen und seinen Bestand auf diese Weise verdoppeln.

Neue Brunnen sorgen für Trinkwasser

Zyklon Birma: FarmerfamilieDas Verteilen von Dünger und Saatgut ist einer von zwei Schwerpunkten, denen sich HELP – unter der Finanzierung von Aktion Deutschland Hilft – in der Region Kyaiklat im Irrawaddy-Delta widmet. Der zweite liegt im Bereich der Wasserversorgung, eines der größten Probleme, denen sich die Menschen im Delta nach Nargis gegenübersahen. Nahezu alle Bewohner der betroffenen Region bezogen ihr Trinkwasser vor dem Zyklon aus den nahe gelegenen künstlichen Teichen, den so genannten Ponds. Viele dieser Ponds wurden während des Sturms und der Überschwemmungen versalzen, zudem schwammen Leichen und Tierkadaver in den Teichen.

Bei Temperaturen weit über 30 Grad drohte den Überlebenden das Austrocknen. Nach der Erstversorgung mit frischem Trinkwasser mussten die Ponds abgepumpt, gereinigt und mit frischem Wasser aufgefüllt werden. „Wir stellten Werkzeuge und das nötige Baumaterial, die Arbeit erledigten die Dorfbewohner“, sagt Pascal Panosetti. Direkt neben dem Teich wurde im nächsten Schritt ein Betonbrunnen mit eingebautem Filtersystem errichtet und der Brunnen durch Plastikrohre mit dem Teich verbunden.

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