Gerade erreicht uns die Nachricht direkt von unserem Team vor Ort, dass Nepal erneut von einem starken Beben erschüttert wurde. Alle Mitglieder des Teams sind geschockt und betroffen, aber nach Angaben des Einsatzleiters Bernd Ruf, mit dem wir vor wenigen Minuten telefonischen Kontakt hatten, körperlich unversehrt und wohlauf.
Das erneute Beben mit der Stärke 7,2 trifft das Land und die Region zu einem Zeitpunkt, da gerade die ersten Hilfsmaßnahmen aus der ganzen Welt Wirkung zeigten. Das Epizentrum lag wohl nur einige Kilometer östlich von Katmandu. Nach Aussagen von Bernd Ruf stürzen Menschen in Panik auf Straßen und Plätze. Telefonverbindungen in das Land sind komplett zusammengebrochen. Konkrete offizielle Berichte über Opfer und Schäden gibt es bislang jedoch noch nicht.
In Kooperation mit „Aktion Deutschland Hilft“ und dem langjährigen regionalen Partner „Shanti“, einem Leprakrankenhaus mit angeschlossener Waldorfschule in der Hauptstadt Kathmandu, sind die Freunde der Erziehungskunst seit letztem Samstag im notfallpädagogischen Einsatz. Das Gebäude des Krankenhauses wurde vom heutigen Beben wieder in starke Mitleidenschaft gezogen, ist aber immer noch eingeschränkt nutzbar. Die in der Trauma-Arbeit rund 100 von den Freunden der Erziehungskunstdirekt betreuten Kinder und Jugendlichen kamen im Wesentlichen mit einem weiteren Schrecken davon. Aber natürlich wurde durch die erneute Katastrophe die Trauma-Problematik in einer äußerst komplexen Phase der Bewältigungsarbeit, auf die das Team jetzt ganz besonders eingehen muss, verstärkt.
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