Katastrophen SüdostasienVideo: Wiederaufbau mit Schwerpunkt Schulen und Kinder

09-11-2009

Fünf Wochen nach den verheerenden Erdbeben auf Sumatra läuft die zweite Phase der Hilfsmaßnahmen in vollem Umfang: In den nächsten Monaten gibt es abgesehen von der medizinischen Versorgung noch viel zu tun: Nicht nur der Wiederaufbau von Häusern ist dringend notwendig, auch rund 4000 Schulen, Wasser- und Sanitäranlagen und die Stromnetze wurden zerstört.

Allein im Distrikt Agam wurde fast die Hälfte aller Schulen und Kindergärten beschädigt. arche noVa wird deshalb gemeinsam mit einem lokalen Team in diesen Schulen die Wasser- und Sanitärversorgung aufbauen. Dazu gehört der Bau von temporären Wassersystemen und Sanitäranlagen. Daneben organisiert arche noVa die Durchführung von Hygieneaufklärungen in Schulen.

Um Schulen für Menschen mit Behinderungen kümmert sich Handicap International. Mit dem Projekt soll die Sicherheit der Kinder durch angepasste Baumaßnahmen in der jeweiligen Schule sichergestellt werden. Dazu werden Schulgebäude, Spielplätze und Toiletten entsprechend saniert. Notwendiges Schulmaterial und Möbel werden ersetzt. Zusätzlich sind Trainings mit den Lehrern und Schülern geplant, die demonstrieren, wie man die Schule sicher evakuiert und sich im Falle einer erneuten Katastrophe (wie Erdbeben oder Tsunami) verhalten soll.

Wiederaufbau nach dem Erdbeben auf SumatraHELP betreibt im Distrikt Pariaman ebenfalls den Wiederaufbau von Schulen. Darüber hinaus laufen Maßnahmen, die die psychosoziale Gesundheit der betroffenen Bevölkerung im Projektgebiet fördern sollen. Zwei mobile Teams aus Psychologen und Sonderpädagogen und besuchen täglich ein bis zwei Dörfer. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die Kinder, welche dabei unterstützt werden, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten. Daneben wünschen sich viele Eltern Unterstützung im Umgang mit ihren Kindern, da sie bei sich selbst Zeichen der Überforderung wahrnehmen. Eine Mutter meinte treffend: „Ich bin selbst so mit Sorgen um die Zukunft beschäftigt, dass ich mich dabei ertappe, meine Kinder wegen Kleinigkeiten anzubrüllen.“

Auch bei World Vision stehen die Kinder im Fokus: Ein Schwerpunkt der Hilfe ist der Aufbau von so genannten „Child Friendly Spaces“ (Kinderbetreuungszentren), in denen die Kinder zur Ruhe kommen, über ihre Erlebnisse reden und Freundschaften schließen können. Insgesamt sollen 13 dieser Kinderbetreuungszentren im Erdbebengebiet eingerichtet werden. Dort können sich geschulte Helfer um die Kinder kümmern und auch psychosoziale Hilfe leisten.

Direkt nach den Erdbeben hatten sich die Mitgliedsorganisationen ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, arche noVa, AWO International, CARE, Handicap International, HELP, Johanniter, Malteser und World Vision auf die medizinische Behandlung von Verletzten sowie die Versorgung der Betroffenen mit Hilfsgütern wie Plastikplanen, Decken, Schlafmatten, Kochutensilien und Hygieneartikeln sowie Werkzeugsets konzentriert. Diese Phase ist mittlerweile abgeschlossen.

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