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Hurrika USNew Orleans vergessene Nachbarn

23-09-2005

Vom nordöstlichen Ende New Orleans bis nach Pearlington sind es nur etwa 40 Kilometer Luftlinie. Dazwischen liegt der östliche Ausläufer des Pontchartrain. Die verbindende Brücke der Interstate 10 ist nicht passierbar. „Katrina“ hat ihre Spuren hinterlassen. Ebenso in Pearlington, der Ortschaft, die ihren Namen vom Pearl River, dem Grenzfluss zwischen Louisiana und Mississippi, hat. Obwohl umgestürzte Bäume, Zweige und Äste mit den Überresten der Holzhäuser und ihrer Inhalte ein einziges chaotisches Gemenge bilden, leben hier Menschen unter erbärmlichen Bedingungen. Wahrgenommen werden sie von der Öffentlichkeit nicht, sie vegetieren im Schatten der berühmten Metropole.

Wer sich hierher verfahren hat, meint zunächst, an der alten Drehbrücke ende die Straße, die über den Pearl River führt. Doch wer nach rechts in den Wald einbiegt, entdeckt eine kleine Siedlung, die seit Generationen von Schiffern und Schiffsbauern bewohnt wird. In besseren Tagen hat sie bestimmt an pinienbestandene Campingplätze in Strandnähe erinnert, wo man unter den Bäumen den Schatten und die kühlende Brise vom Meer genießen kann. Doch jetzt bietet sich ein Bild totaler Verwüstung. Kein Haus hat das Unwetter überstanden. Was der Wind gelassen hat, das nahm sich das Wasser. Was das Wasser nicht entriss, zerstörte der zähe, dicke Schlamm. Er überzieht hunderte von Fahrzeugen mit einer Tarnfarbe, dass sie im Wirrwarr der zerzausten Flora nicht gleich zu entdecken sind. Der Schlamm erfüllt die Hausruinen mit seinem zähen, stinkenden Brei, lässt die Holzkonstruktionen vermodern und verbreitet überall schimmelnde Ecken und Flächen. Es riecht nach Müllkippe und Fäulnis.

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