Erdbeben IranMalteser helfen traumatisierten Kindern

13-12-2004

Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Bam leiden die Menschen dort noch immer unter den Folgen der Katastrophe. "Vor allem die Kinder sind traumatisiert", sagt Peter Staudacher, der für die Malteser als Projektleiter in Bam tätig ist. "Viele sind über Nacht zu Halb- oder Vollwaisen geworden. Und mussten dann auch noch feststellen, dass ihre Spielkameraden und Freunde nicht mehr leben." Dabei seien sie "seelisch zusammengestürzt wie die Häuser ihrer Stadt". Zusammen mit einer lokalen Jugendorganisation kümmern sich die Malteser um diese Kinder. Spiele, Förderprogramme und Therapiestunden bauen sie wieder auf.

Ein weiteres Hoffnungszeichen setzen die Malteser mit dem Wiederaufbau der ersten Grundschule. "Nachdem der Unterricht bisher in von uns errichteten Containern stattfinden musste, wird dieser Bau ein wichtiger Halt in einer noch immer verwüsteten Umgebung sein." Zusammen mit lokalen Hilfsorganisationen helfen die Malteser auch traumatisierten Frauen; sie bieten Workshops und Trainings an in den Bereichen Management und Organisation.

Direkt nach dem Erdbeben am frühen Morgen des 26. Dezember 2003 waren die Malteser mit einer Rettungshundestaffel nach Bam gekommen, um nach Überlebenden zu suchen. Zahlreiche Medikamente und medizinisches Material wurde zur Versorgung von insgesamt 30.000 Personen nach Bam gebracht.

"Wir sind dankbar für die 1,5 Millionen Euro Spenden, die im Laufe des Jahres für unsere Arbeit in Bam eingegangen sind. Wir stärken mit diesem Geld die Selbsthilfekraft der Einwohner. Nur so können alle Schäden des Erdbebens langfristig behoben werden", betont Staudacher.

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