Erdbeben IranJohanniter unterstützen Notkrankenhaus in Bam

30-12-2003

"Die beiden Krankenhäuser in Bam liegen in Trümmern, die Kranken sind provisorisch in Zelten in den Gärten hinter den Krankenhäusern untergebracht," berichtet der Teamleiter des Johanniter -Erkundungsteams Uwe Kinstle aus Bam. "Nur noch 20% der Wasserleitungen sind funktionsfähig und die medizinische Versorgungsstruktur ist zusammengebrochen".

Über der zerstörten Stadt liegt Leichengeruch, gestern Nacht gab es ein heftiges Nachbeben. Die meisten Rettungs- und Bergungseinsätze sind beendet. Es gibt keine weiteren Überlebenden mehr. Bisher sind nach den in Bam erhältlichen Angaben 14.000 Tote zu beklagen, es werden noch 20.000 Menschen vermisst und über 30.000 Verletzte müssen versorgt werden.

Daher konzentrieren sich die vier Johanniter, darunter auch der Hamburger Johanniter-Helfer und Logistiker Holger Sommer, im Augenblick auf die koordinierte Übergabe der mitgebrachten medizinischen Hilfssets an die Notkrankenhäuser. "Wir werden noch heute versuchen mit den iranischen Gesundheitsbehörden Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in der weiteren Versorgungs- und Wiederaufbauphase zu schließen", so Kinstle.

Großes Lob findet Kinstle für die Zusammenarbeit mit den UN-Stellen und den anderen Hilfsorganisationen, vor allem dem Technischen Hilfswerk, mit dem die Johanniter vor Ort kooperieren. Die Hamburger Einsatzleitung bemüht sich derzeit um Dialysegeräte für die Krankenhäuser in Bam, die dort ausnahmslos zerstört wurden.

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