Vater und Sohn betrachten die Schäden nach Hurrikan Irma

News„Wie viele Katastrophen hält die Welt aus?“

14-09-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Hilfsorganisationen müssen zahlreiche humanitäre Krisen und Naturkatastrophen gleichzeitig meistern: In Asien, im Nahen Osten, auf dem Mittelmeer, in Afrika und Nord- sowie Mittelamerika ist die Lage alarmierend und der Bedarf an Hilfe größer denn je.

Humanitäre Hilfe ist weltweit gefordert

"Unsere Bündnisorganisationen sind in der Karibik und in den USA vor Ort, um den Menschen in Not nach Hurrikan Irma zu helfen", sagt Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand vom Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Doch das ist nicht das einzige Einsatzgebiet: Schwere Erdbeben in Mexiko und verheerender Monsunregen in Südasien haben Trümmerfelder hinterlassen und Existenzen zerstört.

Neben diesen Naturkatastrophen leiden Millionen Männer, Frauen und Kinder weltweit unter humanitären Krisen. Im Jemen grassiert die größte, jemals dokumentierte Choleraepidemie. In vielen Ländern Ostafrikas, am Tschadsee und im Kongo haben Terror, Vertreibung und Dürre zu einer Hungerkrise geführt: Über 25 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht. Und entlang der Balkanroute und im Nahen Osten unterstützen Helfer weiterhin Flüchtlinge mit Lebensmitteln, Medikamenten, Unterkünften und Bildungsangeboten.

Humanitäre Hilfe auf Unterstützung angewiesen

"Humanitäre Hilfe wird dort überall dringend benötigt. Doch die Hilfsorganisationen stoßen auch an ihre finanziellen Grenzen", sagt Roßbach. So kommen Geberländer ihren finanziellen Zusagen oft nicht nach. Diese Lücken können aber nur bedingt durch private Geber geschlossen werden. Gleichzeitig nehmen durch den Klimawandel Intensität und Häufigkeit von Katastrophen zu, immer mehr Menschen brauchen akut Hilfe. "Die Organisationen können zwangsläufig weniger leisten, als dringend notwendig ist. Wir fragen uns, wie viele Katastrophen die Welt noch aushält."

Katastrophenvorsorge wird immer wichtiger

Angesichts der vielen Krisen und Katastrophen wird Katastrophenvorsorge und damit das Vermeiden möglichen Leids immer wichtiger. "Wir sind auf einem guten Weg, dennoch ist weiteres Potential vorhanden", erläutert Roßbach. Allerdings seien Vorsorgemaßnahmen für die Öffentlichkeit oft unsichtbar, auch lasse sich die Wirksamkeit selten vergleichen. "Denn keine Naturkatastrophe gleicht der nächsten."

Interview über Maßnahmen im Vorfeld von Katastrophen


Im WDR 5 hat unsere Pressesprecherin Kai Kappes über die Bedeutung von Vorsorgemaßnahmen gesprochen. Hören Sie sich hier das Radio-Interview an.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für Flüchtlingshilfe weltweit

Spenden-Stichwort: Hilfe für Flüchtlinge weltweit
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
jetzt online spenden!