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NewsMachtkampf im Südsudan: Hunderttausende auf der Flucht

15-01-2014

Seit einem Monat dauern die kriegerischen Auseinandersetzungen im jüngsten Staat der Erde nun schon an. Die Kämpfe zwischen den Truppen, die hinter Präsident Salva Kiir stehen und Soldaten, die Kiirs Rivalen Riek Machar unterstützen, waren am 15. Dezember 2013 in der Hauptstadt Juba ausgebrochen und haben sich schnell auf weitere Regionen ausgebreitet.

Kein Ende in Sicht

Die Fronten scheinen verhärtet: Trotz Friedensverhandlungen zeichnet sich in Südsudan kein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen ab. Erst vor zwei Jahren haben die Südsudanesen mit einer überwältigenden Mehrheit für die Unabhängigkeit gestimmt und der jüngste Staat der Erde konnte das Ende eines jahrzehntelangen Befreiungskrieges feiern.

Hunderttausende Flüchtlinge

Über 400.000 Menschen sind durch die Kampfhandlungen intern vertrieben, 74.000 sind in die benachbarten Staaten geflohen. Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass 10.000 Menschen durch die Kämpfe ums Leben gekommen sind.

Humanitäre Situation

Die erneute Welle der Gewalt verschärft die ohnehin prekäre humanitäre Situation im Südsudan zusätzlich: Durchschnittlich überlebt nur jede sechste Frau ihre Schwangerschaft, jedes siebte Kind stirbt bevor es fünf Jahre alt wird und über 20 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt. Zudem waren schon vor Ausbruch der Kämpfe 3,1 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft vor Ort aktiv

Viele der Bündnispartner sind seit Jahren vor Ort aktiv und können nun auf bestehende Strukturen im Land zurückgreifen. So wird im CARE-Gesundheitszentrum in Twic East erste Hilfe geleistet, Help - Hilfe zur Selbsthilfe visiert Unterstützung für die Vertriebenen im Gesundheitsbereich an, Islamic Relief wird in den Bereichen Notunterkünfte, Wasser, Hygiene und Sanitär helfen und World Vision plant die Verteilung von Hygiene-Kits und die Versorgung mit Wasser und Sanitäranlagen. 

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die weltweite Nothilfe

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