Teilnehmer der Kuratoriumssitzung von Aktion Deutschland Hilft

Aktion Deutschland HilftDeutschen Hilfsorganisationen kommt größere Rolle in der Humanitären Hilfe zu

22-02-2018

von Aktion Deutschland Hilft

Gestärkt durch eine positive Spenden- und Hilfsbilanz und durch eine breite Aufstellung seiner Mitgliedsorganisationen blickt das Bündnis Aktion Deutschland Hilft den künftigen Herausforderungen Humanitärer Hilfe entgegen.

Auf der Kuratoriumssitzung des Bündnisses in Berlin standen insbesondere die Themen der wachsenden Verantwortung Humanitärer Hilfe aus Deutschland sowie die internationalen Herausforderungen im Fokus der Gespräche. Die Leitung übernahm der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums Michael Brand, Vorsitzender und Sprecher der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Lang andauernde Krisen stellen besondere Herausforderung dar

"Angesichts der Vielzahl vor allem langanhaltender Krisen und Katastrophen wird der Bedarf bei der Finanzierung der Humanitären Hilfe weiter zunehmen. Die Humanitäre Hilfe muss stärker und effizienter mit den Aufgaben der Krisenprävention, der Risikovorsorge sowie der Friedensförderung und Stabilisierung abgestimmt werden", forderte Brand.

Er ergänzte: "Die Humanitäre Hilfe darf auch nicht zum Alibi verkommen für die Unfähigkeit der internationalen Staatengemeinschaft, Konflikte zu lösen - im Jemen, der Ukraine oder in Syrien. Im syrischen Ost-Ghuta droht jetzt ein zweites Aleppo, wer weiter zuschaut, macht sich schuldig. Hier muss eine konkrete Initiative gestartet werden."

Michael Brand, Manuela Roßbach und Bernd Pastors bei der Kuratoriumssitzung von Aktion Deutschland Hilft
© Aktion Deutschland Hilft/Marc-Steffen Unger

Deutschland übernimmt Verantwortung in der Humanitären Hilfe

Anke Reiffenstuel, Referatsleiterin Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, erklärte: "Deutschland ist heute einer der wichtigsten Geber Humanitärer Hilfe weltweit. Mit dem deutlich aufgewachsenen Budget für Humanitäre Hilfe geht auch eine größere Verantwortung bei der Mitgestaltung und Weiterentwicklung des humanitären Systems insgesamt einher. Das bedeutet gleichzeitig, dass auch deutschen humanitären Hilfsorganisationen eine größere Rolle dabei zukommt, effektive und effiziente Beiträge in der Humanitären Hilfe zu leisten, deren Herausforderungen zunehmen."

Enge Zusammenarbeit im Bündnis bewährt sich

Aktion Deutschland Hilft nahm 2017 über 43,3 Millionen Euro für Hilfsprojekte ein. Ein Plus von 19,5 Millionen Euro an Spendengeldern im Vergleich zum Vorjahr (vorbehaltlicher Stand 12/2017).

"Angesichts der positiven Spenden- und Hilfsbilanz des vergangenen Jahres richten wir den Blick positiv nach vorn. Mit den vereinten Kräften in unserem Bündnis und der Erfahrung unserer Organisationen stellen wir uns auch künftig den Herausforderungen der Humanitären Hilfe", betonte Bernd Pastors, Vorstandsvorsitzender von Aktion Deutschland Hilft, auf der jährlichen Kuratoriumssitzung des Bündnisses. "Dass wir im Bündnis dafür gut aufgestellt sind, hat das letzte Jahr gezeigt, in dem es uns gelungen ist, zahlreiche Spenden auch für weniger aufmerksamkeitsstarke Katastrophen einzunehmen."

Kuratorium im Austausch über Humanitäre Hilfe

Neben Gesprächen rund um Herausforderungen und Verantwortung der Humanitären Hilfe rief das Kuratorium ebenfalls ein neues Mitglied in seine Runde: Ulrich Rüther, unter anderem Gesellschafter und Partner der Hansekuranz Kontor GmbH Münster, wurde für den Bereich Wirtschaft aufgenommen.

Das Kuratorium von Aktion Deutschland Hilft besteht derzeit aus insgesamt 26 Mitgliedern. Die Vertreter aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Recht, Wissenschaft, Medien kommen jährlich zusammen, um sich über relevante Themen der Humanitären Hilfe und die Aufgaben des Bündnisses auszutauschen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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