von ADRA
Nach dem massiven Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien unterstützt ADRA Deutschland e.V. die anlaufende Nothilfe. Während die Behörden das volle Ausmaß der Zerstörung untersuchen, bereitet die Hilfsorganisation die Versorgung der Menschen in den am stärksten getroffenen Regionen vor.
Starkes Erdbeben erschüttert Kolumbien
Am Montagmorgen, den 10. August, erschütterte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 Kolumbien. Das Epizentrum lag nahe der Gemeinde San José del Palmar im Bezirk Chocó.
Die Erschütterungen waren in weiten Teilen des Landes, einschließlich der Hauptstadt Bogotá, sowie in den Nachbarländern Ecuador, Panama und Venezuela deutlich zu spüren. Bislang wurden 115 Todesopfer, 219 Verletzte und Schäden an über 1.700 Wohnhäusern gemeldet.
Die Lage in entlegenen Regionen ist kritisch: Zerstörte Straßen oder Brücken sowie Ausfälle bei der Kommunikation erschweren die Versorgung betroffener Familien in der Nähe des Epizentrums massiv. Rettungskräfte suchen in den Trümmern weiter nach Überlebenden. Insgesamt sind 44 Gemeinden in 16 Bezirken betroffen, wobei es die Regionen Chocó und Valle del Cauca am härtesten getroffen hat.
ADRA aktiviert Notfallplan und leistet Soforthilfe
ADRA Kolumbien hat sofort den nationalen Notfallmanagementplan (NEMP) aktiviert. In einer ersten Phase konzentriert sich die Hilfe auf die Stadt Cali im Departement Valle del Cauca, wo 144 besonders betroffene Familien durch Bargeldhilfe unterstützt werden, damit sie ihre dringendsten Bedürfnisse decken können.
Sollten die lokalen Märkte in den am stärksten zerstörten Gebieten kollabieren, bereitet ADRA die Verteilung von standardisierten WASH-Kits sowie Lebensmittelpaketen vor. Ein WASH-Kit von ADRA enthält beispielsweise Artikel wie Seife, Zahnbürsten, Zahnpasta, Deodorant, Kämme, Damenbinden sowie Wasserbehälter und Wasserreinigungstabletten.
Infrastruktur unter Druck
Die Maßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem UN-Nothilfekoordinationsbüro (OCHA) und lokalen Behörden umgesetzt. ADRA-Teams sind vor Ort und ermitteln den Bedarf, damit genau die Hilfe dort ankommt, die am dringendsten benötigt wird. Neben der finanziellen Soforthilfe läuft die Instandsetzung von Trinkwasser- und Sanitäranlagen sowie die Bewertung der Bewohnbarkeit von Gebäuden an.
Die Katastrophe hat nicht nur Wohnhäuser zerstört, sondern auch die kritische Infrastruktur wie Krankenhäuser, Schulen und Wasserversorgungssysteme beschädigt. In den betroffenen Bezirken koordinieren Krisenstäbe die Rettungsmaßnahmen und die Versorgung der Verletzten.
+++ Spendenaufruf +++
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