Nach einer langen Trockenzeit in Äthiopien können erstmals wieder die Felder bestellt werden. Mit dürreresistentem Saatgut ist die nächste Ernte gesichert.

DürreWas kann man gegen Dürre tun?

Nachhaltige Stärkung der Ökosysteme

Um den Auswirkungen von Dürre und Desertifikation entgegenzuwirken, gibt es viele Möglichkeiten. Dabei spielt die ökologische Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle, also die dauerhafte Stärkung der Ökosysteme. Ganz konkret heißt das: Natur schützen und Ressourcen schonend verwenden. Das reduziert zwar nicht die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Dürre, kann jedoch deren Ausmaß verringern.

Artenreichtum und Wasserschutz

Die Erhaltung der biologischen und einheimischen Vielfalt in den Ländern ist wichtig für das Vorbeugen von Dürrekatastrophen. Denn Tiere und Pflanzen des Trockenlandes sind an die Hitzeperioden gewöhnt und können im Falle von langen Dürrezeiten länger überleben. Auch der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser sollte oberste Priorität genießen. Um möglichst viel Wasser zu speichern, können Sanddämme, Wasserreservoirs und Zisternen angelegt werden. So können die Menschen auch in der Trockenzeit auf die kostbare Ressource zurückgreifen.

Wüstenwälder

Wüstengebiete bieten ideale Voraussetzungen für großflächige Aufforstungen: lange Vegetationsperioden, keine Kälteeinbrüche und ausreichend Licht. Die einzigen begrenzenden Faktoren sind fehlende Wasserressourcen in diesen Regionen und die nährstoffarmen Böden. Daher werden heimische, dürreresistente Baum- und Pflanzenarten angepflanzt, welche langfristig für eine hohe biologische Vielfalt sorgen und den Boden mit Nährstoffen anreichern.

Der Wüstenwald verlangsamt die Desertifikation, erhöht den Grundwasserspiegel und hält durch das Laub den Boden feucht. Zudem speichern Bäume Kohlendioxid und tragen zum globalen Klimaschutz bei. Die Verdunstung wird angeregt und es regnet häufiger. Ein schöner Nebeneffekt sind die Ernteerträge aus der Anpflanzung von dürreresistenten Fruchtbäumen oder Palmen. Zudem stabilisieren die Wurzeln von Bäumen den Boden und verringern die Bodenerosion.

Was kann jeder Einzelne tun?

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, durch ein Umdenken im eigenen Konsumverhalten die Auswirkungen von Dürre weltweit zu minimieren. Denn Dürre betrifft auch viele europäische Länder – und selbst in Deutschland kämpfen Landwirte in einigen Regionen mit Trockenheit und Dürre. Ein ressourcenschonender Umgang im Alltag kann viel bewirken.

  • Fleischkonsum reduzieren: Die Produktion von einem Kilo Fleisch benötigt im Schnitt 15.500 Liter Wasser und zehn Kilo Futtermittel. Der Anbau eines Kilos Futter führt wiederum zu einem Verlust von vier Kilo fruchtbarem Boden.
  • Wasser sparen: Im Sommer sollte kein Trinkwasser durch Gartenbewässerung verschwendet werden. Rasenflächen, die mit Meerwasser gegossen werden können, werden in Küstennähe angelegt.
  • Tourismus: Viele Hotelkomplexe verzichten auf das tägliche Waschen von Handtüchern.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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