Während einer schweren Dürre in Ostafrika versiegen die Quellen. Hirten müssen oft viele Kilometer mit ihren Herden auf der Suche nach Wasser umherziehen.

Dürre17. Juni: Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre

Im Jahr 1994 haben die Vereinten Nationen den Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre ausgerufen, um auf die Bedrohung für viele Millionen Menschen aufmerksam zu machen. Die Zahlen sind alarmierend: Jedes Jahr wächst die Wüste um die Fläche Irlands, das sind 70.000 Quadratkilometer. Immer mehr Menschen fliehen vor den Auswirkungen von Desertifikation und Wassermangel. Jedes Jahr widmet sich der Welttag einem anderen Thema, um auf verschiedene Probleme von Dürre und Wüstenbildung aufmerksam zu machen.

Konvention zur Bekämpfung von Desertifikation

Der Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung geht zurück auf die UN-Konvention zur Bekämpfung der Desertifikation, die bereits 1992 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro beschlossen wurde. Diese Konvention, die von 179 Staaten ratifiziert wurde, verpflichtet die Staaten zur Entwicklung von Langzeitprogrammen, die partnerschaftlich auf allen Ebenen zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren, also Regierungen, humanitären Akteuren und betroffenen Gemeinden entwickelt werden. Zudem wurden völkerrechtlich verbindliche Grundsätze für die Entwicklungszusammenarbeit festgelegt.

Welche Maßnahmen legt die Konvention fest?

Die Konvention hat mehrere Maßnahmen festgelegt, um die Wüstenbildung zu stoppen und den betroffenen Bevölkerungsgruppen zu helfen:

  • nachhaltigere Nutzung von Ressourcen wie Wasser und Boden: Einsatz von Tröpfchenbewässerung und dürreresistentem Saatgut
  • Stärkung von traditionellem landwirtschaftlichem Know-how
  • Ausbau alternative Einkommensmöglichkeiten für die landwirtschaftlich tätige Bevölkerung durch Regierungen
  • Einbeziehung der Bevölkerung vor Ort bei Fragen bezüglich der Landnutzung
  • Schadensersatz für Menschen, die von Land Grabbing betroffen sind
  • Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern als grüne Mauern gegen die fortschreitende Wüstenbildung: durch Begrünung steigen die Grundwasserpegel und die Bodenerosion wird vermindert

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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