Nach dem schweren Erdbeben in Nepal verteilt die Hilfsorganisation LandsAid Hilfsgüter an Betroffene.

Erdbeben NepalNothilfe aus Oberbayern: LandsAid verteilte Nahrung, Hygieneartikel und Medikamente

21-04-2016

von LandsAid

Unmittelbar nach dem Beben waren viele Zufahrtsstraßen abgerutscht oder verschüttet. Die betroffenen Menschen waren dringend auf Hilfsgüter angewiesen – unter anderem natürlich auf Nahrungsmittel. Die erste Lieferung, die LandsAid in die Berge schickte, war deshalb eine Lastwagenladung mit 1,8 Tonnen Reis. Die Organisation versorgte damit in sechs Dörfern rund 2500 Menschen.

„Den Menschen hat es an allem gefehlt“, sagt der LandsAid-Vorsitzende Hans Mußwessels. „Sie mussten unter freiem Himmel schlafen, in Zelten oder notdürftig zusammengezimmerten Unterkünften. Wochenlang wurde Nepal von Nachbeben heimgesucht.“ Die Hilfsorganisation mit Sitz im oberbayerischen Kaufering versorgte die Menschen mit dem Nötigsten: 830 Hygienepakte – darin Waschmittel, Toilettenpapier, Seife, Zahnpasta und -bürsten, Shampoo, Rasierzeug, Nagelscheren, Handtücher, Spülmittel und Schwämme – wurden in die am schwersten betroffenen Bergdörfer transportiert. Dazu 400 Küchensets mit Töpfen, Pfannen, Tellern, Bechern, Schüsseln und Besteck sowie 2000 Fleece-Decken.

Weiter konzentrierten sich die LandsAid-Helfer auf die Verteilung von lebensnotwenigen Medikamenten und medizinischem Equipment – im Wert von 10.000 Euro. Damit konnten 10.000 Menschen in den belieferten Gesundheitsstationen und Krankenhäusern drei Monate lang versorgt werden.

Wo man hinsah, war die Zerstörung groß: Dieses Haus hielt den Erdstößen nicht stand. LandsAid baut gemeinsam mit den Dorfbewohnern die Häuser wieder auf.
© LandsAid


2000 Kinder können wieder zur Schule gehen

Die Erdstöße machten auch einen Großteil der Schulgebäude in den Bergdörfern von Gorkha dem Erdboden gleich. Der Unterricht fiel über Wochen aus. Insgesamt 20 Schulhäuser in den Gebieten Tanglichok, Makaising und Ghairung wurden daher von LandsAid mit Wellblechdächern, Nägeln und entsprechendem Werkzeug ausgerüstet. Die in Zusammenarbeit mit der Bildungsbehörde ausgewählten Schulen hatten bis dahin noch keinerlei Unterstützung erhalten.

Gemeinsam mit den Menschen vor Ort – Lehrkräften, Eltern und anderen Freiwilligen – errichtete LandsAid in den Wochen nach dem Erdbeben temporäre Lernzentren, die den Schülern und Lehrern nun zur Verfügung stehen: Rund 2000 betroffene Kinder besuchen inzwischen wieder den Unterricht. Außerdem wurden an 250 Schulkinder Mappen mit Heften, Stiften und Radiergummis verteilt.

Sich selbst und anderen helfen

Im Krisenfall besser gewappnet zu sein, Verletzungen selbst zu versorgen und den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern – das haben über 450 Kinder und Erwachsene in Schulungen vermittelt bekommen. In sechs Schulen, bei der örtlichen Polizei und den Gemeinden unterrichtete LandsAid mit Unterstützung seines Partners „Pakistan Relief“ die Themen Nothilfe im Krisenfall und Hygiene. Insgesamt vier Wochen waren die Einsatzkräfte vor Ort und vermittelten in elf intensiven und lehrreichen Trainings die Grundlagen der Erste Hilfe sowie Gesundheits- und Nahrungsmittel-Hygiene. Dieses Wissen verbreiten die Teilnehmer nun in den Bergdörfern weiter.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Menschen in Nepal

Spenden-Stichwort: Erdbeben Nepal
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