Medikamente werden während HungersnoMedikamente werden während Hungersnot in Südafrika ausgeteilt.t in Südarfika ausgeteilt.
© action medeor/Grossmann

Wetterphänomen El Niño und seine AuswirkungenLandflucht und Hunger nehmen zu: World Vision fordert mehr Hilfe für El Niño-Dürreopfer

10-02-2016

von World Vision

World Vision hat seit September im südlichen Afrika mehr als 800.000 notleidende Menschen (darunter über 60 Prozent Kinder) mit Hilfen erreicht, doch sind dort mindestens 30 Millionen Menschen aufgrund des Wetterphänomens El Niño dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Bei Kindern mehren sich Anzeichen von Unterernährung und auch die Landflucht nimmt zu. Regionaldirektorin Rudo Kwaramba betont: „Allein in Simbabwe sind bereits 17.000 Nutztiere verhungert und mehr als 12.000 Trinkwasserbrunnen ausgetrocknet. Wenn die Weltgemeinschaft jetzt  nicht schnell handelt und umfassende Hilfe bereitstellt, wird sich die Krise insbesondere für die Kinder dramatisch auswirken.“

200.000 Haushalte von Ernteausfällen betroffen

Simbabwe hat nun als drittes Land nach Malawi und Lesotho den Katastrophenzustand ausgerufen. Anhaltende Trockenheit hat die Ernten zum großen Teil zerstört und in der Folge zu Nahrungsmittelknappheit in diesen Ländern geführt. Auch die Regierungen von Lesotho, Swasiland und Mosambik warnen vor den Dürrefolgen. Malawi litt zunächst unter Trockenheit und im Anschluss unter Überflutungen, die dazu führten, dass es in einigen Landesteilen zum Ausbruch der Cholera kam. Außerdem führten die Wetterextreme zu Schädlingsbefall der Maisernte und so zu weiteren Ernteausfällen.

Der Verlust ihrer Lebensgrundlagen zwingt zahlreiche Kleinbauern und Viehzüchter zum Verlassen ihrer Heimatdörfer.  In Mosambik waren beispielsweise rund 500 Menschen eines ganzen Dorfes gezwungen, ihre Region zu verlassen, da der See, an dem sie lebten, ausgetrocknet war und sie daher keine Fische mehr fangen konnten. Insgesamt sind in dem Land im Südosten Afrikas mehr als 200.000 Haushalte von Ernteausfällen betroffen. Viele Familien haben ihre Haustiere verloren und wissen nicht mehr, wovon sie sich und ihre Familien ernähren sollen. In Äthiopien leiden mehr als 10 Millionen Menschen unter der Dürre, aber auch in Teilen Somalias ist die Situation kritisch. Im Südsudan benötigen rund ein Viertel der Bevölkerung dringend Nahrungsmittel.
Viele von ihnen sind akut vom Hungertod bedroht.

„Nahrungsmittelknappheit hat kritische Grenze erreicht“


World Vision ruft die internationale Gemeinschaft auf, dringend mehr Hilfe für die von El Nino betroffenen Länder zur Verfügung zu stellen. „Die Nahrungsmittelknappheit hat in vielen Ländern des südlichen Afrika eine kritische Grenze erreicht“, so Kwaramba. „Wir sehen, dass Familien, die noch bis vor kurzem wenige Vorräte besaßen, diese jetzt aufgebraucht haben, da auf ihren Feldern seit Monaten nichts mehr wächst. Wir benötigen dringend Unterstützung, um gezielt den Bedürftigsten helfen zu können. Die Weltgemeinschaft hat auf dem UN-Gipfel im letzten Jahr versprochen, Hunger und Unterernährung bei Kindern zu bekämpfen.“

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen des Wetterphänomens El Niño entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Auswirkungen El Niño
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden