Erdbeben Haiti 2021Nach dem Erdbeben: ASB hilft mit Trinkwasser

26-08-2021

vom ASB

Ein Team der ASB-Auslandshilfe befindet sich seit dem 20. August in Saint Louis du Sud in der südlichen Provinz Haitis, um die Nothilfe seitens des dortigen ASB-Teams (25 Personen) und der Partnerorganisationen zu unterstützen.

Der Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen im Bereich Wash bzw. dem Zugang zu Trinkwasser, da der Bedarf an einer sicheren Trinkwasserversorgung aufgrund von Schäden an Tanks und Leitungen sowie verschmutztem Oberflächenwasser sehr groß ist. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) kann bei seiner Nothilfe darauf aufbauen, dass er bereits seit 2010 kontinuierlich in Haiti tätig ist.

Der Süden Haitis ist stark betroffen

Die südliche Provinz Haitis ist von dem Erdbeben massiv betroffen. Insbesondere in der Gemeinde Saint Louis du Sud, wo der ASB seit 2016 mit der Partnerorganisation CAPSL (Coopérative Agricole de Saint Louis du Sud) zusammenarbeitet, sind drei Viertel der Bevölkerung vom Erdbeben direkt betroffen, d.h. 10.000 Familien mit insgesamt rund 50.000 Personen.

Über 100 Menschen verloren ihr Leben, eine Vielzahl von Menschen wurde verletzt. Mit über 5.000 zerstörten Häusern verzeichnet Saint Louis, neben der Gemeinde Pestel, die größten Schäden aller betroffener Gemeinden.

Nach dem Erdbeben: Trinkwasser für Familien in Not

Das zweiköpfige ASB-Team der Auslandshilfe hat seit seiner Ankunft mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die mitgebrachten mobilen Wasserfiltersysteme (Skyhydranten) in Betrieb genommen werden können.

So wurden die erforderlichen Materialien wie z.B. Verbindungsrohre angeschafft; es wurden Mitarbeiter der Partnerorganisationen (CAPSL aus Saint Louis, FEODTI aus Tiburon) sowie Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung in der Handhabung der Filter geschult und es wurden geeignete Wasserstellen identifiziert.

ASB sichert Zugang zu Hilfe

Ein besonderer Fokus wird dabei auf Inklusion gelegt, damit alle Personen an den Standorten der Trinkwasserfilter, die Bedarf haben, auch Zugang zu Wasser haben werden. Dazu zählen Menschen mit Behinderung, ältere Menschen sowie weitere marginalisierte Gruppen.

Ein Skyhydrant kann 500 Liter sauberes Wasser pro Stunde erzeugen. Das ASB-Team hat insgesamt sechs Skyhydranten aus Deutschland mitgebracht, davon stammen drei von der Partnerorganisation arche noVa aus Dresden. Die erste Verteilung von Trinkwasser, das mit zwei bis drei Trinkwasserfiltern erzeugt wird, ist Ende der Woche vorgesehen.

... und stärkt Menschen in Haiti seit 2010

Der ASB ist seit dem Erdbeben 2010 in Haiti tätig und seitdem mit einem eigenen Büro und Team präsent. Der ASB arbeitet über lokale Partnerorganisationen (insgesamt sechs Nichtregierungsorganisationen in drei Gemeinden in der westlichen und südlichen Provinz), um die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung nachhaltig zu stärken.

Dies umfasst die Anpassung der landwirtschaftlichen Produktion an die Folgen des Klimawandels, Ernährungssicherheit von Kindern (Schulgärten) zusammen mit Wasser- und Hygiene-Maßnahmen in Schulen und Gemeinden (Bau von Wassergewinnungsanlagen, Wasserfiltersysteme, Wasserkioske fürs Händewaschen).

Des Weiteren wird die Schaffung umweltfreundlicher Einkommensalternativen und die Verbesserung sogenannter kritischer Punkte der ländlichen Infrastruktur unterstützt, damit diese auch im Katastrophenfall funktionstüchtig bleibt.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Haiti

Spenden-Stichwort: Erdbeben Haiti
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
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