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Erdbeben HaitiCholera erfordert mehr Hilfe

16-11-2010

Aktion Deutschland Hilft verstärkt medizinische Versorgung

Laut den Vereinten Nationen sind mittlerweile knapp 10.000 Menschen in Haiti von der Cholera betroffen. „Wir mussten feststellen, dass trotz Hygieneaufklärung und Versorgung mit sauberem Trinkwasser Cholera derzeit nur schwierig zu stoppen ist, daher haben unsere Bündnispartner neben den bisher durchgeführten Hygiene-Schulungen die medizinische Versorgung der Menschen mit Medikamenten zur Bekämpfung von Cholera massiv verstärkt“, erläutert Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft.

Die Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft haben ihre Hilfsmaßnahmen aufgrund der sich zuspitzenden Situation in den Städten aber auch ländlichen Regionen ausgeweitet. action medeor versendet lebensrettende Cholera-Kits mit Medikamenten, Infusions- und Desinfektionsmitteln, die in Port-au-Prince von CARE zur Behandlung aber
auch Prävention eingesetzt werden. Auch Kinderhilfswerk Global-Care arbeitet
gemeinsam mit action medeor an der Versendung von Medikamenten. In Léogane planen Malteser International eine Verstärkung von Präventionsmaßnahmen, die weitere Krankheitsfälle verhindern sollen. Darüber hinaus werden ASB und arche noVa gemeinsam Trinkwasseraufbereitungsanlagen einsetzen. World Vision führt neben der
Trinkwasserreinigung weiterhin Hygieneschulungen und Aufklärungsmaßnahmen für die betroffene Bevölkerung durch.

Die Stimmung in Haiti ist gespannt, denn inmitten der Unruhen um den Ausbruch der Cholera stehen am 28. November auch die Wahlen für eine neue Regierung an.

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