Eine Frau nimmt Menschen mit der Kamera in Afrika auf.
© Aktion Deutschland Hilft/Kai Kappes

Journalistenwettpreis Humanitäre HilfeHäufig gestellte Fragen zum Journalistenpreis

07-11-2017

Wie kann ich mich beim Journalistenpreis Humanitäre Hilfe bewerben, welche Rolle spielt das Auswärtige Amt und wie werde ich als Stipendiat auf die Reise vorbereitet? Alle Fragen rund um den Journalistenpreis finden Sie in unserem FAQ.

1. Warum wurde der Journalistenpreis Humanitäre Hilfe ins Leben gerufen?

Medien spielen eine immer wichtigere Rolle, wenn es darum geht, ob und wie humanitäre Krisen und deutsche Hilfe für Menschen in Not wahrgenommen werden. Vor diesem Hintergrund lobt Aktion Deutschland 2017 mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes zum zweiten Mal einen Wettbewerb für junge deutsche Journalisten/innen im Alter von 21 bis 35 Jahren aus. Ziel ist es, neue Wege der medialen Berichterstattung zu entwickeln, um eine größtmögliche Wahrnehmung humanitärer Herausforderungen in der breiten Öffentlichkeit zu erreichen.

2. Welche Rolle spielt das Auswärtige Amt bei dem Journalistenpreis?

Innerhalb der Bundesregierung ist das Auswärtige Amt für die humanitäre Hilfe im Ausland federführend. Die Bundesregierung leistet humanitäre Hilfe nicht direkt, sondern fördert geeignete Hilfsprojekte und -programme der humanitären Organisationen der Vereinten Nationen, deutscher Nichtregierungsorganisationen und der Organisationen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. Diese ermöglichen den betroffenen Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit und lindern das Leid derer, die ihre akute Notlage nicht aus eigener Kraft überwinden können.

Über die Förderung konkreter Hilfsprojekte hinaus beteiligt sich das Auswärtige Amt an Initiativen, die zu besserem Bewusstsein und Verständnis der humanitären Hilfe weltweit beitragen. Der Journalistenpreis Humanitäre Hilfe gehört zu den Projekten, die vom Auswärtigen Amt dabei gefördert werden.

3. Wie ist der Ablauf des Journalistenpreises?

Der Journalistenpreis gliedert sich in zwei Phasen: In der ersten Phase bewerben sich Journalistinnen und Journalisten über einen Bewerbungsbogen inklusive Kurzessay zum Thema Humanitäre Hilfe. Ein Gremium wählt sechs Nominierte aus, an die Reisestipendien in Auslandsprojekte deutscher Hilfsorganisationen vergeben werden. Bei einem Kick-off-Termin im Februar 2018 lernen die Nominierten die Projekte kennen und werden vom Auswärtigen Amt auf die Situation vor Ort vorbereitet.
In der zweiten Phase von März bis Juli 2018 produzieren die Nominierten im Austausch mit Betroffenen, Helfern und weiteren Beteiligten in Hilfsprojekten und bei Gesprächen in den jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen digitale Geschichten zum Thema Humanitäre Hilfe. Die Beiträge werden für die Bewertung durch eine hochkarätig besetzte Jury eingereicht. Der beste Beitrag wird auf einer Preisverleihung im November 2018 prämiert. Ein zusätzlicher Sonderpreis wird durch die Öffentlichkeit gewählt und ebenfalls bei der Preisverleihung bekannt gegeben.

4. Wer kann sich bewerben?

  • Die Teilnehmenden des Wettbewerbs sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung zwischen 21 - 35 Jahre alt sein.
  • Teilnehmende dürfen sich nicht in einem redaktionellen Arbeitsverhältnis mit Festanstellung befinden.
  • Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Teilnahmebedingungen  durch.  

5. Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungen sind nur per E-Mail (max. 10 MB) bis zum 18. Dezember 2017 unter der Mailadresse journalistenpreis(at)aktion-deutschland-hilft.de möglich. Aus formalen Gründen können nur Bewerbungen berücksichtigt werden, die unter Verwendung der offiziellen Bewerbungsformulare erfolgen. Der Bewerbung sind ein vollständig ausgefülltes, unterschriebenes und gescanntes Bewerbungsformular sowie der Beitrag und der Beleg einer veröffentlichten Leseprobe beizufügen. Verspätet oder unvollständig eingegangene Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden.

7. Wer wählt die sechs Nominierten für die Reisestipendien aus?

Ein Gremium – bestehend aus Vertretern von Aktion Deutschland Hilft, des Auswärtigen Amtes und deutschen Hilfsorganisationen – nominiert nach Ablauf der Einschreibungsphase sechs Bewerber/innen für die Stipendien.

8. Wie lautet die Aufgabenstellung für die zweite Phase des Journalistenpreises?

In der zweiten Phase des Journalistenpreises sind die Nominierten dazu aufgefordert, im Rahmen der Reisestipendien zu recherchieren und digitale Geschichten zu erstellen. Dies soll vor dem Hintergrund der folgenden Aufgabenstellung geschehen:

Humanitäre Hilfe für Frauen und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen

Katastrophen können auf ganze Gemeinschaften verheerende Auswirkungen haben, besonders aber auf die Verwundbarsten in unseren Gesellschaften: Frauen und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Gerade sie sind besonders verletzlich und deshalb im Ernstfall den Folgen von Naturkatastrophen, Konflikten und Vertreibung besonders stark ausgesetzt. Dies gilt insbesondere auch in sogenannten vergessenen humanitären Krisen.

Die finalen Wettbewerbsbeiträge, die im Rahmen der Recherchereisen und Projektbesuche entstehen, sollen die besonderen Bedürfnisse dieser Menschen und die Hilfsmaßnahmen in ihrer praktischen Umsetzung im Kontext der allgemeinen humanitären Hilfe darstellen und durch den Einsatz innovativer journalistischer Mittel,  Formen und Instrumente auch die breite Öffentlichkeit für dieses Thema und einen wichtigen Aspekt der humanitären Hilfe sensibilisieren.

Die Auswahl der Hilfsprojekte, der Reisestipendien sowie die Auswahl von möglichen Interviewpartnern/innen usw.  ist auf diese Aufgabenstellung ausgerichtet.

9. In welche Länder werden die Reisestipendien vergeben?

Ab März 2018 bis Juli 2018 werden die Nominierten in ausgewählte Projektgebiete verreisen. Die jeweiligen Reisen führen zu mindestens zwei Hilfsprojekten, bei denen vor Ort deutsche Hilfsorganisationen tätig sind. Die Nominierten erfahren bei einer Kick-off-Veranstaltung im Februar, in welche Projekte sie reisen werden.

10. Wie werde ich als Stipendiat auf meine Reise vorbereitet und während der Reise unterstützt?

  • Die Nominierten sind im Februar 2018 zu einem Kick-off-Termin geladen, bei dem sie ihre Projekte kennenlernen und sich mit Ansprechpartnern der jeweiligen Hilfsorganisationen austauschen.
  • Bei dem Kick-off-Termin tauschen sich die Nominierten zusätzlich mit Vertretern von den Partnern des Journalistenpreises, Canon und bento, aus. Das junge Online-Portal der SPIEGEL ONLINE GmbH wird den Journalistenpreis medial begleiten, während Canon den Nominierten technisches Equipment für die Reisen zur Verfügung stellt.
  • Die Nominierten erhalten zudem die Möglichkeit, mit fachlich versierten Mitarbeitern/innen des Auswärtigen Amtes sowohl in Berlin vor und nach der Reise als auch mit Mitarbeitern/innen der jeweiligen Auslandsvertretungen ins Gespräch zu kommen.
  • Als Paten für die Nominierten stellen sich sowohl Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft als auch andere deutsche Hilfsorganisationen zur Verfügung.
  • Als Paten planen sie gemeinsam mit den Nominierten die Recherchereisen, organisieren Projektbesuche, Ansprechpartner, Logistik usw. vor Ort und stehen den Nominierten mit Rat und Tat zur Seite.

11. Wie verläuft die Zusammenarbeit mit bento, dem Medienpartner des Wettbewerbs?

bento ist 2017/2018 Medienpartner des „Journalistenpreises Humanitäre Hilfe“. Das junge Online-Portal der SPIEGEL ONLINE GmbH wird den Journalistenpreis während der Ausschreibung, der Recherchereisen und der Preisverleihung medial begleiten. bento ist ebenfalls bei der Kick-off-Veranstaltung im Februar anwesend und stellt den Nominierten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit während der Recherchereisen vor.

12. Wie geht es nach der Durchführung der Reisestipendien weiter?

12. Wie geht es nach der Durchführung der Reisestipendien weiter?

  • Die Nominierten haben bis September 2018 Zeit, ihre Beiträge in Form von digitalen Geschichten einzureichen.
  • Die Jury wird nach Ablauf dieser Zeit die Beiträge prüfen und den/die Gewinner/in auswählen.
  • Der/Die Gewinner/in werden im November 2018 im Rahmen einer Preisverleihung in Berlin bekannt gegeben.

13. Wie ist der Preis dotiert?

Sechs durch ein Gremium ausgewählte Journaliste/innen erhalten Reisestipendien in humanitäre Hilfsprojekte. Unter den eingereichten Beiträgen wählt die Expertenjury des Journalistenpreises im Anschluss den besten multi- und crossmedialen Beitrag. Der Erstplatzierte erhält eine Canon EOS 6D Mark II Kamera und das dazugehörige Objektiv EF 24-105mm IS STM. Sponsor des Sachpreises ist Canon. Zusätzlich gibt es einen undotierten Sonderpreis, bei dem die Öffentlichkeit einen Favoriten wählt. Alle Nominierten erhalten eine Einladung zur feierlichen Bekanntgabe des/der Gewinners/in im November 2018 in Berlin.