Schlafmünzen für Hilfe aus Hessen

TerraTechSchlafmünzen für Hilfe aus Hessen

04-11-2015

Seit 25 Jahren unterstützt Terra Tech weltweit Menschen in Not

Zwischen Wetzlar und Simbabwe liegen rund 7800 Kilometer, von Marburg nach Kolumbien sind es etwa 9000 Kilometer. Im Jahr 1986 wurde jedoch der Beweis angetreten, dass diese Distanzen in Windeseile zu überbrücken sind – wenn man denn nur will. Engagierte Bürgerinnen und Bürger aus den beiden mittelhessischen Städten wollten und gründeten die Hilfsorganisation Terra Tech. Ziel war es, weltweite Projekte mit medizinischer Technologie zu fördern. Erste Hilfslieferungen gingen in diesen Anfangstagen in die besagten Länder: So wurde ein Krankenhaus in Simbabwe mit einem neuen Röntgengerät ausgestattet, während eine kolumbianische Ärztin eine tragbare Dentalausrüstung erhielt. Für Terra Tech waren es die ersten Schritte im Bereich der humanitären Hilfe.

Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit

Mittlerweile sind 25 Jahre vergangen. Simbabwe und Kolumbien sind längst nicht mehr die einzigen Projektländer. Dank breiter Unterstützung konnten nachhaltige Hilfsmaßnahmen in Afrika, Südamerika, im Nahen Osten, in Asien und Osteuropa umgesetzt werden – das Aufgabenspektrum wurde dabei zunehmend erweitert. Terra Tech ist heute sowohl im Bereich Nothilfe als auch in der Entwicklungszusammenarbeit tätig: von der Basisversorgung (durch Nahrungsmittelhilfe und medizinische Versorgung) über die Wiederaufbauhilfe (Aufbau von Schulen, Krankenhäusern und Unterkünften, Versorgung in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser und Elektrizität), die Aus- und Weiterbildung (in medizinischen und sozialen Berufen) bis hin zur Behindertenhilfe (mit der Lieferung von orthopädischen Hilfsmitteln und Beratung durch qualifiziertes Personal).

Terra Tech macht jedoch nicht nur wegen seiner weltweiten Projekte von sich reden. Auch die Schlafmünzen-Aktion sorgt Jahr für Jahr in Hessen für Schlagzeilen. Als Schlafmünzen werden alte europäische Währungen wie D-Mark, Franc, Gulden, Peseta oder Lira bezeichnet, die nutzlos in Schubladen und Schränken schlummern. Seit 2004 werden die Hessen dazu aufgerufen, dieses Geld Terra Tech zukommen zu lassen. So appelliert zum Beispiel der Landesinnungsverband der hessischen Friseure, Schlafmünzen ganz bequem beim örtlichen Friseur abzugeben – von wo sie dann an Terra Tech weitergeleitet werden. Auch das Frankfurter Pharmaunternehmen Sanofi Aventis hat bereits seinen Schlafmünzen-Beitrag geleistet: Im Sommer 2009 wurden im Keller des Unternehmens alte Tresore entdeckt, die randvoll mit ausländischen Münzen und Scheinen gefüllt waren. Die von Terra Tech unterstützten Menschen in aller Welt hatten also allen Grund zur Freude…

 

 

Terra Tech

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Internet: http://schlafmünzen.org/