KlimawandelBangladesch: Leben mit dem Klimawandel

von Islamic Relief

Aufgrund seiner geografischen Lage zählt Bangladesch zu einem der am stärksten vom Klimawandel gefährdeten Länder der Welt. In Teilen des Landes gehören Überschwemmungen beinahe zur Tagesordnung. Millionen von Einwohnern müssen regelmäßig um ihre Existenz kämpfen und sind von Mittellosigkeit bedroht.

Klimawandel resultiert in Extremwetter und Armut

Besonders schwierig sind die Bedingungen in Tazumuddin. In der Küstenregion kommt es regelmäßig zu klimabedingten Wirbelstürmen, starken Regenfällen und Flusserosionen. Durch die wiederkehrenden Extremwetterereignisse haben die Bewohner des Küstenstreifens kaum Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, geschweige denn, für Notsituationen vorzusorgen. Jede neue Überschwemmung trifft sie härter als die vorherige. Ein Leben in extremer Armut ist die Folge.

Islamic Relief vergibt zinsfreie Kredite

Um die Situation der Menschen in Tazumuddin zu verbessern, startete die Bündnisorganisation Islamic Relief "Climb Up" – ein umfassendes Projekt nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Zunächst wurden Gruppen mit rund 3000 ausgewählten Frauen der Gemeinde gegründet und durch berufliche Weiterbildung qualifiziert. Seither ist es ihre Aufgabe, die Gemeindeentwicklung zu fördern, Haushalte aktiv in der Existenzgründung zu unterstützen und zinsfreie Kredite zu vergeben. Diese sollen es den Bewohnerinnen möglich machen, eine neue, an die klimabedingten Herausforderungen der Region angepasste Existenz aufzubauen.

"Jetzt können wir drei Mahlzeiten am Tag essen."

Eine der Empfängerinnen ist die 32-jährige Parvin. Vor Beginn des Projekts reichte das Geld, welches ihr Ehemann Mofijal mit dem Ziehen von Rikschas und als Tagelöhner verdiente, nicht aus, um die fünfköpfige Familie zu ernähren. "In vielen Nächten gingen wir schlafen, ohne gegessen zu haben", erinnert sie sich.

Durch den Kredit und mit der Unterstützung durch die Gemeinde konnte die Mutter von drei Söhnen den Lebensstandard ihrer Familie erheblich verbessern. "Jetzt können wir drei Mahlzeiten am Tag essen, besitzen Vieh und Geflügel und pachten ein Stück Land. Meine Kinder können zur Schule gehen und mein Mann besitzt eine Auto-Rikscha", berichtet Parvin erleichtert.

Endlich selbstbestimmt leben

Dank der Hilfsmaßnahmen sind Überschwemmungen und andere Naturereignisse für die Gemeinden nun nicht mehr zwingend existenzbedrohend. Manche Frauen konnten sogar überschüssige Erträge in einer sogenannten "Foodbank" lagern, die in schlechten Zeiten fortan die Versorgung mit Grundnahrung sichert. Mit dem Projekt unterstützte Islamic Relief insgesamt rund 15.000 Menschen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die Zukunft ihrer Kinder und Gemeinden in die eigenen Hände zu nehmen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
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