Westfälisches Engagement für Kinder in Not
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arche noVaWestfälisches Engagement für Kinder in Not

04-11-2015

Während des Golfkriegs gründeten Bürger das Hammer Forum

180.000 Einwohner, drei Museen, ein Freilichttheater – auf den ersten Blick erscheint Hamm als ganz normale, mittelgroße Stadt in Nordrhein-Westfalen. Wenn man aber erfährt, dass in der Stadt nicht nur das weltweit größte Gebäude in Tiergestalt beheimatet ist, sondern auch der größte südindische Tempel Europas, dann weiß man, dass Hamm doch nicht so tickt wie andre Städte. Alles andere als normal ist auch das immense Engagement vieler Hammer: Als im Jahr 1991 der Golfkrieg tobte, schlossen sich Ärzte und Bürger der Stadt zusammen und gründeten am 12. März das Hammer Forum. Sie wollten der Not und dem Elend, das besonders die Kinder hart getroffen hatte, nicht länger tatenlos zusehen.

Heute engagieren sich in Deutschland und im benachbarten Ausland unter dem Dach des „Hammer Forums“ zahlreiche Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger, Gasteltern und Spender für erkrankte und verletzte Kinder in Kriegs- und Krisengebieten. Langfristiges Ziel ist der Auf- und Ausbau von angemessenen Einrichtungen vor Ort, um die Zahl jener Kinder, die in ihrer Heimat eine adäquate medizinische Behandlung erhalten, zu vergrößern. Mit den Projekten in den Heimatländern der Kinder soll auch „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleistet werden. Dies geschieht einerseits durch die Fortbildung von Ärzten und Pflegepersonal, andererseits durch den Aufbau stationärer Einrichtungen wie etwa Operationssälen oder Gesundheitszentren. Mit Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen bemüht sich das Hammer Forum darüber hinaus, eine positive Verhaltensänderung für die eigene Gesundheit bei den Kindern und ihren Eltern zu erreichen. 

In Ausnahmefällen Behandlung in Deutschland

Qualifizierte Fachärzte fliegen zusammen mit ihren Teams in die Krisengebiete und untersuchen, behandeln und operieren vor Ort Kinder. Jedes Jahr werden so über 1400 kleine Patienten operiert, die ansonsten keinen Zugang zu einer fachärztlichen Behandlung gehabt hätten. Des Weiteren leiten die Teams in den Einsatzländern einheimische Ärzte und Pfleger bei Operationen, Nachsorge und Pflege an.

Kinder, die in ihrer Heimat nicht von den Spezialisten des Hammer Forums operiert werden können, werden im Ausnahmefall zur Behandlung nach Deutschland ausgeflogen. Für die Auswahl der Kinder gelten dabei strenge Regeln in Bezug auf ihr Alter und ihre Erkrankungen. Zudem muss ein kostenfreier Behandlungsplatz in Deutschland zur Verfügung stehen. Nach einer Genesungsphase in Gastfamilien werden alle Kinder in ihr Heimatland zurückgebracht.

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