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Zyklon Pam im SüdpazifikWorld Vision Mitarbeiter vermisst, Schäden auf entlegenen Inseln unbekannt

15-03-2015

Zerstörte Telefonleitungen und Trümmer machen Rettungsmaßnahmen schwierig

Einen Tag nachdem der Zyklon Pam über die Vanuatu Inseln gezogen ist, kann das volle Ausmaß der Schäden noch nicht festgestellt werden. Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision befürchtet, dass mindestens 50% des Landes von den Auswirkungen betroffen ist. Häuser wurden beschädigt oder völlig zerstört, Kommunikationsleitungen funktionieren nicht mehr. Der Flughafen bleibt für reguläre Flüge geschlossen.

Bisher konnte die Organisation nur zu 13 von 80 Mitarbeitern Verbindung herstellen. Der Kontakt zwischen der Hauptstadt Port Vila und den entlegenen Inseln, die zum Teil direkt im Auge des Sturms lagen, ist nicht möglich. World Vision ist daher höchst besorgt um seine Mitarbeiter, die auf diesen Inseln arbeiten und die Menschen, die die Organisation unterstützt. Das Büro von World Vision wurde zerstört. Auch auf den Salomonen hat der Sturm viele Schäden angerichtet. "Wir haben gehört, dass ganze Dörfer weggeblasen wurden", sagte Chloe Morrison, World Vision Mitarbeiterin in Vanuatu. "Viele Häuser wurden komplett zerstört. Sie sind nur noch ein Haufen Holz. Der Wind war so stark, dass nur noch eine Trümmerlandschaft übrig geblieben ist.“

Die meisten Familien in Vanuatu leben in einfachen, strohbedeckten Häusern, die solch einem Sturm nicht standhalten können. Viele Familien hatten in Kirchen und Schulen Schutz gesucht und stehen nun vor dem Nichts. Ihre Äcker und Gemüsegärten sind zerstört. Der Zyklon Pam ist der schlimmste Sturm, der jemals über die Insel gezogen ist. „Vanuatu ist eine der anfälligsten Regionen für Katastrophen. Obschon die Menschen hier einiges gewöhnt sind, sind sie von der Heftigkeit dieses Zyklons sehr schockiert“, sagt Morrison. „Viele sind nur froh, dass sie ihr Leben retten konnten.“

Ein Team von World Vision war in den Gemeinden in und um Port Vila unterwegs, um das Ausmaß der Schäden festzustellen. Die Situation ist schwierig, da die Kommunikation nicht funktioniert und die Region mit Trümmern übersäht ist. „Da wir nicht in der Lage sind, mit den anderen Inseln zu kommunizieren, müssen wir damit rechnen, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird“, so Morrison. „Die Menschen hier brauchen schnellstmöglich Hilfe.“

World Vision hatte bereits vor dem Sturm Hilfsgüter, wie Planen, Werkzeug, Wasserbehälter, Hygiene-Sets, Küchensets etc. in Port Vila und den Inseln, auf denen die Organisation arbeitet, eingelagert. Die Menschen waren im Vorfeld des Sturms aufgefordert worden, sich in befestigten Gebäuden in Sicherheit zu bringen. In Workshops zur Katastrophenvorsorge waren zuvor mit den Gemeinden verschiedene Szenarien durchgespielt worden, z.B. wo und wie sich die Menschen in Sicherheit bringen können und wie sie bei Such- und Rettungsmaßnahmen helfen können. 

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