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Zyklon Pam im SüdpazifikWorld Vision Mitarbeiter berichten von „weitreichender Zerstörung“ auf Vanuatu-Insel Tanna

17-03-2015

Internationale Hilfsorganisation startet Verteilung von Hilfsgütern nach Zyklon Pam

Ein Notfallteam der Internationalen Hilfsorganisation World Vision hat die entlegene Vanuatu-Insel Tanna erreicht. Mitarbeiter berichten von weitreichender Zerstörung und einem Bild des Schreckens. Die Insel liegt in der Prrovinz Tafea, südöstlich der Hauptstadt Port Vila.

"Es war ein Bild von Vernichtung", sagt Mike Wolfe, Nationaldirektor von World Vision in Vanuatu. "Wir haben fast überall schwere Verwüstungen gesehen. Viele Bäume sind umgeworfen und etliche der Häuser, die wir gesehen haben, waren völlig zerstört. Die wenigen befestigten Straßen sind beschädigt, die Wege völlig verschlammt. Es ist sehr schwierig, hier überhaupt voran zu kommen."

World Vision war als erste Organisation in der Lage, Tanna Island zu erreichen, nachdem der Wirbelsturm Pam über Vanuata hinweggezogen war. Die dringendsten Bedürfnisse im Augenblick sind Nahrung, Wasser und Obdach. Die Organisation bereitet jetzt die Verteilung von Hilfsgütern auf Tanna vor. In der Hauptstadt Port Vila konnte die Kinderhilfsorganisation bereits Notunterkünfte errichten. Zudem haben Mitarbeiter Kochutensilien, Hygieneartikel und weitere Materialien für über 800 Menschen verteilt.

Die Vereinten Nationen haben in ihrem jüngsten Bericht 24 Todesfälle durch den Zyklon bestätigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Zahl noch steigen, da Rettungskräfte weitere entlegene Inseln noch nicht erreichen konnten. Auch die Kommunikation mit diesen Inseln per Telefon oder Internet ist noch immer nicht möglich.

Schwieriger Zugang zu Betroffenen - auch der Kontakt zu Mitarbeitern seit Tagen nicht möglich


Auch Einsätze von der Hauptstadt Port Vila aus sind schwierig und teuer, da Teile des Flughafens unter Wasser stehen und der Tower beschädigt wurde. Der Betrieb des Flughafens ist deswegen nur sehr eingeschränkt möglich. Da aber die meisten Inseln derzeit auch nicht per Boot erreichbar sind, müssen Hilfsorganisationen Charterflüge zu den entlegeneren Inseln buchen, um Nothilfeteams und Hilfsgüter zu transportieren.

Noch immer werden 27 Mitarbeiter der Hilfsorganisation vermisst. „Zu 54 unserer Mitarbeiter haben wir aber wieder Kontakt“, erklärte Mike Wolfe. „Wir arbeiten fieberhaft daran, auch die anderen zu erreichen, was wegen der zusammengebrochenen Telekommunikation eben sehr schwierig ist.“

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