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Tsunami SüdasienZwischenbericht zur Rehabilitierung eines Distrikt-Krankenhauses in Mullaitivo / Sri Lanka

20-09-2007

Krankenhausbau_1.300pxlDas Projekt „Rehabilitierung eines Distriktkrankenhauses in Mullaitivo/ Sri Lanka“ ist im Zeitraum von Dezember 2006 bis einschl. April 2007 deutlich fortgeschritten. Und dies trotz erschwerter Rahmenbedingungen (Evakuierung des internationalen Personals, Kampfhandlungen in mehreren Bereichen der sog. „Vani Area“ und Blockade des Personen- und Güterverkehrs an der Grenze zum Tamilengebiet). Durchgeführte Schritte sind die Materialbeschaffung (hier Zement) sowie diverse Bauarbeiten an den einzelnen Gebäudeteilen. Projektleiter Jörg Winter hatte im Rahmen einer Projektinspektionsreise nach Mullaitivo im April 2007 Gelegenheit sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort und vom Fortgang der Bauarbeiten zu machen.

Das große Problem auf der Baustelle ist der Mangel an Material - vor allem Zement. Deshalb mussten die Arbeiten auch vorübergehend unterbrochen werden. Zement ist nur noch selten und in eingeschränkten Mengen erhältlich. Der Preis dafür liegt höher als im Regierungsgebiet, wo er normalerweise beschafft wird. Nach Gesprächen mit mehreren Verantwortlichen auf LTTE-Seite wurde uns eine Menge von 1300 Säcken Zement zu einem Preis von 2.000 Rupees pro Sack zugesichert. Das ist ungefähr die Menge, die wir benötigen, um das Ward-Gebäude soweit fertig zu stellen, dass mit dem Bau des Daches begonnen werden kann. Die Fertigung des Daches ist dann nicht mehr in dieser Weise von der Blockade abhängig, weil die dafür notwendigen Materialen vor Ort gekauft oder eingeführt werden können. Für die vollständige Fertigstellung des Ward-Gebäudes wird dann noch eine kleinere Menge Zement für den Innenausbau benötigt. Diese Menge muss noch genau verifiziert werden.

Krankenhausbau_2.300pxlDerzeit haben wir die Arbeiten an den Quarters einstellt und konzentrieren uns auf die Fertigstellung des Ward-Gebäudes. Da die gesamte weitere Entwicklung nicht absehbar ist, kommt es darauf an, das Ward-Gebäude soweit fertig zu stellen, dass mit den Dachbauarbeiten begonnen werden kann. Wenn dieser Bauabschnitt erreicht ist, werden wir weitere Entscheidung hinsichtlich der Quarters treffen. Der permanente Mangel an Material verlangsamt den Baufortschritt, zumal für jeden neuen Bedarf weitere Genehmigungen einzuholen sind und eine Vielzahl von beteiligten Personen kontaktiert werden müssen, was einen enormen organisatorischen und zeitlichen Mehraufwand bedeutet. Ohne den persönlichen Einsatz unseres Bauleiters wäre das nicht zu bewältigen. Einige Bauarbeiter unserer Baustelle sind von der LTTE zwangsrekrutiert worden. Da aber im Vanni nur noch wenige Bauaktivitäten stattfinden, sollte es laut Martyn kein Problem sein, entsprechenden Ersatz zu finden.

Trotz der widrigen Umstände (politische Situation, Kampfhandlungen, Materialbeschaffung) ziehen wir ein vorsichtig positives Fazit beim Fortgang der Projektmaßnahmen. Die dargestellten Baumaßnahmen markieren einen Baufortschritt von 60 % im April 2007. Angesichts der für unser Projekt günstigen Situation, dass der tamilische Bauleiter die Arbeiten eigenverantwortlich vorantreibt, halten wir eine Realisierung von mindestens 80 % des Baufortschritts bis Oktober 2007 für realistisch.

Dies beinhaltet die meisten der noch ausstehenden Bauarbeiten (z. B. Deckenbauarbeiten, Dachstuhlbau, Dachdeckerei, Innenausbau), einschließlich der Installation der Einzelgewerke Wasser und Elektro. Die Einrichtung des Krankenhauses mit medizinischem Gerät wollen wir ggf. erst einmal zurückstellen, bis der ungehinderte Zugang zum Projektgebiet wieder möglich ist.

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