Tsunami SüdasienMit Helikoptern bringt CARE Hilfe in bisher nicht zugängliche Küstenorte

10-01-2005

CARE International Deutschland e.V. setzt ab morgen Helikopter ein, um in bisher nicht zugänglichen Küstenabschnitten der indonesischen Aceh-Region Hilfe zu leisten. Die Region Aceh Jaya, 100 km von der Provinzhauptstadt Banda Aceh entfernt, war internationalen Helfern logistisch bisher nicht zugänglich. Die Situation der Überlebenden ist hier noch weitgehend unbekannt. CARE wird ab morgen in fünf Distrikten der Region arbeiten. Der hierfür zur Verfügung stehende Helikopter fasst 750 kg. Er wird im ersten Schritt Nahrungsmittel, Wasseraufbereitungssysteme, Entkeimungstabletten und Hilfsgüter wie Wasserkanister, Planen und Hygienemittel zu den Überlebenden bringen. Darauf aufbauend werden weitere Hilfsmaßnahmen geplant. Der erste Hilfsflug startet in Banda Aceh am frühen Dienstag morgen, der Helikopter wird zunächst in den kommenden zwei Wochen ununterbrochen im Einsatz sein.

Gleichzeitig ist ein fünfköpfiges Team internationaler CARE-Nothelfer gestern per Schiff mit Hilfsgütern zur weit im Meer liegenden Insel Simeulue im Südwesten der Aceh Region aufgebrochen. Das Team verteilt auch hier CARE-Pakete mit Nahrungsmitteln und den wichtigsten Hilfsgütern und wird die notwendigen Folgemaßnahmen ermitteln.

"Wir wissen, dass es in Aceh Jaya und in Simeulue Überlebende gibt. Wir wissen allerdings nicht, wie viele es sind, wie ihre Lage ist, wie groß die allgemeine Zerstörung vor Ort und was die drängenden Bedürfnisse der Notleidenden sind", sagt Carsten Völz, deutscher CARE-Nothilfekoordinator vor Ort. "Luftaufnahmen zeigen, dass die Zerstörungen ähnlich der von Banda Aceh und von Aceh Bazar sein müssen. So vermuten wir, dass die größte Not auch hier Trinkwasser, Nahrung und medizinische Versorgung sein werden."

CARE hat in den vergangenen Tagen in Banda Aceh und umliegenden Regionen 90 Tonnen Nahrungsmittel und 20.000 Wasseraufbereitungssysteme verteilt. In den Krisengebieten Indonesien, Sri Lanka, Indien und Thailand arbeitet CARE derzeit mit 1.600 Mitarbeitern für die Versorgung der Seebebenopfer.

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