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Tsunami SüdasienJohanniter eröffnen Orthopädisches Zentrum in Sri Lanka

13-06-2007

Am Wochenende weihten die Johanniter das neue orthopädische Zentrum in Galle im Süden Sri Lankas ein. „Dieses Zentrum hilft dem ganzen Land“, sagte der stellvertretende Sozialminister des Landes Lionel Premasiri anlässlich der Feierlichkeiten. Johanniter-Programmkoordinatorin Jutta Meissner und der Orthopädiemeister Marcel Baeriswyl unterstrichen die Bedeutung des Zentrums, das in Ausstattung und Leistungsfähigkeit internationalen Standards entspricht und langfristig die orthopädische Versorgung der Region sichert. Ihr besonderer Dank galt den lokalen Partnern, der Organisation Motivation und dem Southern Centre for Disabled.

„Der Gedanke der Nachhaltigkeit war uns besonders wichtig“, erklärt Johanniter Orthopädiemeister, Marcel Baeriswyl. Das Zentrum setzt nicht nur räumlich und von den Kapazitäten her Maßstäbe. So können hier 30 Patienten gleichzeitig orthopädisch betreut werden oder physiotherapeutische Anwendungen erhalten. Die orthopädische Werkstatt kann bis zu 100 Patienten im Monat versorgen. Darüber hinaus ist die dauerhafte Aus- und Fortbildung von Orthopädietechnikern aus dem ganzen Land besonders wichtig. „Zum Erlernen neuester Technologien haben wir Leute nach Amerika entsandt, die ihr neu erworbenes Wissen mit Hilfe der von uns eingerichteten Werkstatt gleich weiter vermitteln können“, erklärt Johanniter Baeriswyl. Der Orthopädiemeister schult selbst Fachkollegen/innen weltweit und hat zum Abschluss des Projektes auch in Galle zu einer zweiwöchigen Fortbildung eingeladen.

Das Zentrum der alten Festungsstadt Galle im Süden Sri Lankas wurde vom Tsunami schwer verwüstet. Auch das Southern Centre for Disabled zerstörte die Flutwelle. Die Johanniter entschlossen sich zusammen mit ihrem lokalen Partner Motivation zur Neuausstattung der orthopädischen Einrichtung. Projektplanung und Umsetzung dauerten zwei Jahre. Die Finanzierung von fast 350.000 Euro erfolgte zu hundert Prozent mit Geldern von Aktion Deutschland Hilft. Sri Lanka gehört mit zu den vom Tsunami am schwersten betroffenen Ländern. Die Flutwelle forderte fast 40.000 Todesopfer, 900.000 Menschen wurden obdachlos, 120.000 Häuser zerstört. Von 1.500 Kilometern Küstenlinie sind zwei Drittel direkt betroffen. Sri Lanka ist auch ein Schwerpunkt des Wiederaufbaus für Aktion Deutschland Hilft. Das Hilfsbündnis erhielt mehr als 125 Millionen Euro Spenden. Die Mitgliedsorganisationen werden innerhalb von fünf Jahren mehr als 60 Millionen Euro in Projekte des Wiederaufbaus fließen lassen.

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