Tsunami SüdasienFeste Häuser für Sri Lanka

26-02-2006

Am 26. Februar 2006 wurde das Fundament des ersten doppelstöckigen Reihenhauses in der Tsunami-Region des südlichen Sri Lankas gelegt. Fünf geräumige Wohnungen wird das Haus beherbergen: Platz für mehrere Generationen.

Weligama/Sri Lanka: Am 26. Februar 2006 wurde das Fundament des ersten doppelstöckigen Reihenhauses in der Tsunami-Region des südlichen Sri Lankas im Rahmen der Wiederaufbauhilfe von SODI gelegt. Vom Memorandum of Understanding zwischen SODI und der Regierung Sri Lankas im Juni 2005, der Rechtsgrundlage des Wiederaufbauprojektes, bis zum Beginn der Baumaßnahmen war es ein weiter und steiniger Weg. Viele Probleme und bürokratische Hindernisse mussten dabei vom Projektleiter Thomas Gerbracht und SODI bewältigt werden. „Nicht nur, dass die Preise für Baumaterialien in Sri Lanka um bis zu 300% explodierten“, meint Thomas Gerbracht, „sondern auch, dass die zuständige Regierungsbehörde einmal gemachte Absprachen partout nicht einhält.“ Dazu gehören neben der kostenlosen Bereitstellung von 50 Hektar Land für den Bio-Anbau als wichtige Einkommensschaffende Maßnahme für die 50 Familien des neuen Dorfes auch die Tatsache, dass die Stadtverwaltung von Weligama trotz großer Bemühungen des Projektleiters noch immer nicht die Liste derjenigen Tsunami-Familien übergeben hat, die künftig ein Haus im neuen Dorf besitzen werden. Schließlich bleibt es für SODI unverzichtbar, die Partizipation der Betroffenen im Rahmen eines zivilgesellschaftlichen Projektkomitees sicherzustellen.

Zum Wiederaufbauprojekt im südlichen Sri Lanka gehört eine nachhaltige Reduzierung der Armut. Neben den 10 doppelstöckigen Reihenhäuser mit insgesamt 50 Wohnungen entstehen Gemeinschaftseinrichtungen für die Dorfgemeinschaft und eine buddhistische Gebetsstätte. Zur langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region und des Einkommens der Familien wird eine Verarbeitungs- und Ausbildungsstätte errichtet, die ökologisch angebaute Früchte weiter verarbeitet. Die Produktionsabfälle werden als Rohstoff in der zusätzlich errichteten Biomasseanlage zur Stromerzeugung eingesetzt. Das Projektkomitee zielt darauf, Bauern in der Region Weligama zu motivieren, sich zu Vereinigungen für ökologischen Anbau zusammenzuschließen. Der lokale Partner von SODI, Target Agriculture, garantiert ihnen die Abnahme für ökologische Produkte zu marktüblichen Preisen.

Die Kosten für das Wiederaufbauprojekt in Höhe von über einer Million Euro werden im wesentlichen von SODI über die „Aktion Deutschland Hilft“, an der SODI als Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes beteiligt ist, finanziert. Bestandteil dieser Projektfinanzierung ist die Spende der Belegschaft der EKO-Stahl GmbH Eisenhüttenstadt in Höhe von 40.000 Euro. Hinzu kommen Spenden der Bürgerinnen und Bürger der Städte Frankfurt (Oder) und Slubice im Rahmen der Patenschaftsaktion „Frankfurt(Oder) und Slubice helfen Weligama“ in Höhe von 15.000 Eu

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