Tsunami SüdasienDie Johanniter: Die Hilfsmaßnahmen der Johanniter in Sri Lanka, Indonesien und den Malediven

19-06-2005

TsunamiDie Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) ist seit dem 26. Dezember 2004 im Hilfseinsatz in Südasien. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Sri Lanka, Indonesien und die Malediven. Schwerpunkte in diesen Ländern sind die medizinische Hilfeleistung und die Wasseraufbereitung.

In der Nothilfe-Phase brachten die Johanniter Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial, Tetanus-Impfstoff, Chlortabletten und Trinkwasseraufbereitungs- anlagen, Ambulanzen und geländegängige Fahrzeuge sowie Zelte und Moskitonetze in die Krisenregionen. Johanniter-Erkundungsteams recherchierten die Lage vor Ort, um schnell und effektiv helfen zu können.

TsunamiInzwischen sondieren die Johanniter mittel- bis langfristige Projekte. So ist im Süden von Sri Lanka (Kudawella) die Trinkwasseraufbereitung zu einem mittelfristigen Projekt geworden. 27.000 Menschen werden derzeit mit Trinkwasser versorgt.

Im April wird eine weitere Anlage in Betrieb genommen, so dass die Frischwasserproduktion gesteigert werden kann. Die Johanniter produzieren nicht nur das Wasser. Sie verteilen es auch. Dafür setzen sie fünf LKWs ein.

Die JUH arbeitet in Sri Lanka mit der einheimischen Johanniter- Schwester-Organisation St. John Ambulance zusammen. Sie kann auf ihre Infrastruktur zurück- greifen. Gemeinsam wird ein Projekt im Bereich Erste-Hilfe- Ausbildung, Rettungsdienst und Katastrophenschutz ausgearbeitet.

Die Johanniter werden in Sri Lanka zudem mehrere Kleinprojekte als einkommensfördernde Maßnahmen durchführen („cash for work“). Dazu zählen das Säubern von Latrinen und das Nähen von Schuluniformen.

TsunamiAuf den Malediven werden die Johanniter innerhalb eines Jahres vier Gesundheitsstationen wieder aufbauen und mit medizinischen Geräten und Material ausstatten. Sie arbeiten dabei mit dem Gesundheitsministerium des Landes zusammen.

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist zum Beispiel ein Erste-Hilfe- Training für den Katastrophenschutz mit einer Laufzeit von vier Jahren geplant. Auf einer der Insel Nias vorgelagerten Inselgruppe soll die Ausstattung einer Gesundheitsstation zur basismedizinischen Versorgung unterstützt werden.

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