Tsunami SüdasienAWO International leistet humanitäre Hilfe in Südostindien

05-01-2005

AWO International leistet seit Beginn der Tsunami-Katastrophe in Südostasien Nothilfe an der südöstlichen Küste Indiens. Der Schwerpunkt der humanitären Hilfe liegt in der Provinz Tamil Nadu, südlich von Madras an der Ostküste Indiens. "Wir kämpfen uns derzeit mit medizinischer Notfallversorgung von Dorf zu Dorf an der Küste in der Region Tamil Nadu durch", sagt eine Sprecherin von AWO International in Berlin.

Die von AWO International organisierten Maßnahmen betreffen in erster Linie die Nothilfeversorgung betroffener Familien mit Decken, Schlafmatten, Sanitärartikeln, Kochgeräten und Nahrungsmittel für Kleinkinder. Außerdem werden zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser in 200 Dörfern Wassertanks aufgestellt. Als weitergehende Maßnahme zur gesundheitlichen Vorsorge unterstützt AWO International eine breit angelegte Impfkampagne, die den Ausbruch von Seuchen verhindern soll. In etwa 150 Dörfern entlang der Küste der Region Tamil Nadu impfen mobile medizinische Teams 20.000 Menschen gegen Typhus, Cholera, Dengue Fieber und versorgen sie mit Malariaprophylaxe. Opfer, die Verletzungen und Erkrankungen aufweisen, werden direkt in die Gesundheitsstation des lokalen indischen Partners von AWO International oder andere Kran-kenhäuser der Region gebracht.

Örtlicher und langjähriger Partner von AWO International ist die Organisation "Life Help Centre" (LHC), einem Zentrum für Menschen mit Behinderung an der Küste vor Madras. Das Center verfügt über eine für Notversorgung umgebaute Gesundheitsstation. Für die Erste Hilfe dienen die Gesundheitsstationen im LHC und in Gokulapuram, Schwerverletzte werden in die Krankenhäuser transportiert. Stark betroffen wurden die in unmittelbarer Küstennähe wohnenden Fischerfamilien. Viele der Fischerboote werden vermißt. Allein in der Provinz Tamil Nadu wurden bisher 3925 Todesopfer gezählt. 40 Prozent der Toten sind Kinder. Des weiteren gelten bis zum jetzigen Zeitpunkt noch hunderte Familien als vermißt.

Zielgebiet der Ersthilfe ist der Küstenstreifen vom Thiruvallur bis zum Cuddalore Distrikt der Region Tamil Nadu. Die ersten Impfmaßnahmen starteten in Palavakkam (Sitz des LHC) und Mahabalipuram. Mahabalipuram ist besonders stark von der Flutwelle heimgesucht worden mit großen Zerstörungen und vielen Opfern. Die ersten überschlägigen Kosten des Nothilfeprogramms von AWO International werden bisher auf 147.500 EURO beziffert und werden ausschließlich durch Spenden getragen.

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