Nothilfe VenezuelaVideo: So helfen wir Menschen aus Venezuela

07-03-2019

von Aktion Deutschland Hilft

Vor der Krise in Venezuela fliehen täglich Tausende Menschen über die Grenze nach Kolumbien. Sie fliehen vor Hunger, Armut und Gewalt in ihrer Heimat. Oft nur mit dem Nötigsten.

Neben Kolumbien suchen viele Familien Schutz in Ecuador, Brasilien und Peru. Doch auch in den Zufluchtsländern wartet oft Armut.

Das spürt auch Sergio Lacruz. "Ich habe in Venezuela als Anwalt gearbeitet", erzählt der 56-Jährige ruhig und mit bedachten Worten. "Doch die Kanzlei musste schließen. Ich habe kein Geld mehr verdient, um meine Familie über Wasser halten zu können." Im Video zeigt er seine winzige Notunterkunft in Kolumbien, die er mit seinem Sohn teilt.

Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft leisten gemeinsam Nothilfe. Sie stehen den Menschen in Venezuela und den Zufluchtsländern zur Seite. Mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. Ihre Spende hilft - danke!

FAQ: Fragen und Antworten zur Krise in Venezuela

Was ist in Venezuela passiert?

Die politische und wirtschaftliche Krise in Venezuela hat sich in den ersten Wochen des Jahres 2019 zugespitzt. Immer mehr Menschen fliehen in Länder wie Kolumbien, Ecuador und Peru und hoffen dort auf bessere Lebensbedingungen. Es ist die größte Fluchtbewegung in der neueren Geschichte Südamerikas.

 

Die Wirtschaft des südamerikanischen Landes schrumpft schon seit Jahren. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und wegen der Hyperinflation hat die Währung zunehmend Wert verloren. Schätzungen zufolge leben 87 Prozent der Einwohner unterhalb der Armutsgrenze.

 

Ein Großteil der Menschen in Venezuela kann sich wegen der gestiegenen Preise keine Nahrungsmittel leisten. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, Krankheiten breiten sich aus. Die Kriminalität hat stark zugenommen.

Wie viele Menschen sind betroffen und in welche Länder fliehen sie?

Seit 2014 haben rund 3,4 Millionen Menschen das Land verlassen. 2,4 Millionen Kinder, Frauen und Männer haben in lateinamerikanischen Ländern Zuflucht gesucht: Schätzungen zufolge leben in Kolumbien derzeit 1,1 Millionen Flüchtlinge aus Venezuela. In Peru sind es 506.000, in Ecuador 221.000, in Argentinien 130.000, in Brasilien 96.000 und in Chile 288.000 Menschen. Viele weitere Familien fliehen nach Zentralamerika, zum Beispiel nach Mexiko. (UNHCR; Stand Februar 2019)

Wie ist die aktuelle humanitäre Lage in Venezuela?

Die humanitäre Situation der Menschen in Venezuela ist dramatisch. Die Gesundheitsversorgung ist zusammengebrochen, ehemals ausgemerzte Krankheiten wie Diphterie und Masern sind zurückgekehrt und die Kinder- und Müttersterblichkeit sind gestiegen.

 

Schätzungen zufolge leben 87 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Aufgrund der Hyperinflation sind Lebensmittel und Konsumgüter für die meisten Menschen unbezahlbar geworden.

 

Seit mehreren Tagen gibt es in Venezuela keinen Strom mehr. Nach dem Stromausfall will Interimspräsident Juan Guaidó den Notstand ausrufen lassen. Der Notstand soll den Weg für internationale Hilfe ebnen.

Wie geht es den Flüchtlingen in Zufluchtsländern wie Kolumbien?

Jeden Tag fliehen Menschen aus Venezuela in das Nachbarland Kolumbien. Die meisten sind zu Fuß unterwegs und haben ihr Hab und Gut in ihrer Heimat zurückgelassen. Viele ziehen in Länder wie Ecuador und Peru weiter.

 

Doch die Ressourcen in diesen Zufluchtsländern sind begrenzt und viele Flüchtlinge stoßen dort auf schwierige Bedingungen. Sie kommen in einfachen Unterkünften in Flüchtlingscamps unter. Es fehlen Lebensmittel und der Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitärer Grundversorgung und Hygieneartikeln ist begrenzt.

 

Es kommt zu Übergriffen und Kinder und Frauen. Sie sind auf besonderen Schutz angewiesen.

Was benötigen die Menschen jetzt am dringendsten?

Den Menschen in Venezuela sowie Zufluchtsländern wie Kolumbien, Ecuador und Peru fehlen Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser, Medikamente und Hygieneartikel. Und sie brauchen Schutz und sichere Notunterkünfte.

Wie helfen die Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft?

Hilfsorganisationen unseres Bündnisses sind in Venezuela und Zufluchtsländern im Einsatz. Gemeinsam mit Partnern stehen sie den Kindern, Frauen und Männern zu Seite. Helfen Sie uns zu helfen – jetzt mit Ihrer Spende!

 

  • Wir versorgen Kinder, Frauen und Männer mit Lebensmitteln und Notfallnahrung
  • Wir kümmern uns darum, dass die Menschen Zugang zu sauberem Wasser haben
  • Wir unterstützen die Flüchtlinge bei der Ankunft und vermitteln ihnen sichere Unterkünfte
  • Wir versorgen die erschöpften Menschen medizinisch
  • Wir verteilen Medikamente und Hygieneartikel, etwa für Frauen und Babys
  • Wir stehen den Menschen mit psychosozialer und rechtlicher Unterstützung zur Seite
  • Wir versorgen die Menschen mit Bargeld, damit sie sich Nahrung und eine Unterkunft leisten können
  • Wir unterstützen die Inklusion der Menschen in ihrem Zufluchtsland

Ist Humanitäre Hilfe in Venezuela möglich?

In Venezuela Humanitäre Hilfe zu leisten, gestaltet sich schwierig. Die Grenzen sind geschlossen und internationale Hilfsorganisationen auf lokale Partner angewiesen. Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft leisten derzeit vor allem in Kolumbien und Peru, aber auch in anderen südamerikanischen Ländern Nothilfe. 

Die Krise ist menschengemacht. Warum sollte man den Betroffenen trotzdem helfen?

Kinder, Frauen und Männer sind in Venezuela unverschuldet in Not geraten. Als humanitäre Helfer können wir Hilfe von Mensch zu Mensch leisten und sollten dies auch tun – unabhängig von politischen Interessen. Unsere Hilfsorganisationen sind weltweit im Einsatz. Das Ziel: Leben retten und Leid lindern - unabhängig von Nationalität, Herkunft, Religion und politischer Überzeugung.


Erst Ihre Unterstützung macht unsere weltweite Nothilfe möglich. Mit Ihrer Spende machen Sie die Welt ein wenig besser. Dafür danken wir Ihnen sehr.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet dringend um Spenden für die Betroffenen der Krise in Venezuela:

Spenden-Stichwort: Venezuela
Spendenkonto: IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden