Eine Frau sitzt vor einem Kind. Sie sind Opfer des Hurrikan Matthew
© World Vision/Guy Vital-Herne

Hurrikan Matthew Karibik„Die Menschen wirken müde und entmutigt“

13-10-2016

Bündnis Aktion Deutschland Hilft verzeichnet geringe Spenden trotz großer Not

Überflutete Felder, mitgerissene Häuser, zerstörte Brücken – 2,1 Millionen Menschen sind auf Haiti vom Hurrikan Matthew betroffen - rund 1,4 Millionen Menschen sind dringend auf Hilfe angewiesen. Die haitianische Regierung spricht von der schlimmsten Katastrophe seit dem Erdbeben 2010. Trotzdem ist das Spendeninteresse für die Betroffenen gering: „Aktion Deutschland Hilft“ konnte bis heute rund 1,6 Mio. Euro Spenden für die Nothilfe nach Matthew sammeln -  nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen im Jahr 2013 wurden im gleichen Zeitraum über 11 Millionen Euro gespendet.

„Um die betroffenen Menschen auch in den nächsten Tagen und Wochen versorgen zu können, sind wir dringend auf die Hilfsbereitschaft der deutschen Bevölkerung angewiesen“, sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. „Vor allem frisches Trinkwasser und Hygienemaßnahmen sind jetzt besonders wichtig: Jeden Tag steigt die Gefahr, dass das durch Überschwemmungen verunreinigte Trinkwasser schwere Krankheiten wie Cholera überträgt und es zu einer Katastrophe nach der Katastrophe kommt.“

Für die Hilfsorganisationen zeichnet sich immer deutlicher die Notwendigkeit eines Engagements über die jetzige Soforthilfe hinaus ab. “Die Menschen hier haben alles verloren. Viele fragen uns: 'Wann hört das endlich auf? Wann bekommen wir endlich eine Pause von den Krisen'“, berichtet World-Vision-Landesdirektor John Hasse. „Die Menschen wirken müde und entmutigt. Trotzdem stehen sie irgendwie wieder auf und fangen an aufzuräumen."

Vor allem der Zugang zu den Betroffenen ist nach wie vor eine Herausforderung: „Wir transportieren die Hilfsgüter mit Booten in die am stärksten betroffenen Regionen im Südwesten. Aber es gibt immer noch viele Orte, die gar nicht erreichbar sind - obwohl hier überall Hilfe dringend benötigt wird!“, so Hasse.

Die Hilfe unserer Bündnisorganisationen im Überblick

Die Organisationen im Bündnis Aktion Deutschland Hilft helfen der von Hurrikan Matthew betroffenen Bevölkerung: Die Helfer von action medor, ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund, Bundesverband Rettungshunde, CARE, Habitat for Humanity, Help, Malteser und World Vision behandeln Verletzte, verteilen Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie Hygieneartikeln. Zelte und planen sollen den vielen Menschen ersten Schutz bieten, die durch den Wirbelsturm ihre Häuser verloren haben.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
nimmt Spenden für die Betroffenen des Hurrikans Matthew entgegen unter:

Spenden-Stichwort: Hurrikan Matthew Karibik
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
oder online spenden