NewsErdbeben Ecuador: Bündnismitglieder von Aktion Deutschland Hilft entsenden Helfer in Krisenregion

18-04-2016

Nach dem schweren Erdbeben in Ecuador reisen Helfer des Nothilfe-Bündnisses Aktion Deutschland Hilft in die Katastrophenregionen. Viele Gebiete sind noch von der Außenwelt abgeschnitten, so dass das genaue Ausmaß der Katastrophe noch nicht abgeschätzt werden kann.

Ecuador gehört zu jenen Ländern in Lateinamerika, die am anfälligsten für Erdbeben sind. Hilfsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft arbeiten daher in dem Andenstaat seit vielen Jahren im Bereich der Katastrophenvorsorge, um die Bevölkerung besser zu wappnen. „Die Helfer unserer Organisationen sind derzeit in kleinen Teams in den betroffenen Regionen unterwegs, um sich ein genaues Bild davon zu machen, was die Menschen jetzt am dringendsten benötigen“, sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von Aktion Deutschland Hilft. „So wissen wir genau, in welcher Form Nothilfe geleistet werden muss.“ 

Bündnisorganisationen wie der Arbeiter-Samariter-Bund, ADRA, CARE, die Johanniter oder World Vision verfügen über gute Strukturen im Land und sind daher direkt in der Lage, Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Zelte, Planen oder Decken zu verteilen.

Das schwerste Erdbeben seit 1979

Ein Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala hat am Samstag um 18:58 Uhr Ortszeit den Norden Ecuadors erschüttert. Ersten Berichten zufolge kamen mindestens 272 Menschen ums Leben, über 2.000 Personen wurden verletzt. Viele Gebäude und Schulen wurden zerstört oder schwer beschädigt, Straßen und Brücken sind unpassierbar. Da der Zugang zu einigen der am schwersten betroffenen Gebieten blockiert ist und viele Menschen noch vermisst werden, wird die Zahl der Toten vermutlich weiter steigen. Aus Angst vor Nachbeben verbrachten viele Menschen die Nacht im Freien.

Das Epizentrum lag in 20 Kilometern Tiefe in der Küstenregion der Provinz Esmeralda, eine Region, die zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Gebieten Ecuadors gehört. Die Erschütterungen waren bis in die 300 Kilometer entfernte Hauptstadt Quito zu spüren; in vielen Regionen fiel der Strom aus. Eine Tsunamiwarnung für den gesamten Pazifischen Raum konnte nach einigen Stunden aufgehoben werden. Die Regierung erklärte nach dem schwersten Beben seit 1979 den Ausnahmezustand.


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