KatastrophenvorsorgeWie Vorratsspeicher, Maulbeerbäume und PET-Flaschen dazu beitragen, Leben zu retten

Stärkung der Selbsthilfekräfte durch Getreidebanken

Das westafrikanische Land Niger liegt mitten in der Sahelzone. Durch Dürreperioden, schlechte oder ausfallende Ernten und hohe Lebensmittelpreise kommt es immer wieder zu Hungersnöten. Um diese Negativspirale zu durchbrechen, die Anfälligkeit der Bevölkerung zu reduzieren und sicherzustellen, dass die Menschen auch während der ertragsarmen Jahreszeit über ausreichend Nahrung verfügen, werden Getreidebanken gebaut.

Das Prinzip dieses Katastrophenvorsorgeprojektes ist einfach: Die Dorfgemeinschaft wählt ein siebenköpfiges Komitee, das sich um die Verwaltung und das Auffüllen der Getreidebank kümmert. Wer Mitglied einer Getreidebankgemeinschaft werden will, zahlt einen kleinen Beitrag in Form von Geld oder Getreide. Wenn die Marktpreise steigen, weil die Vorräte der letzten Ernte zu Ende gehen, können die Mitglieder Getreide aus der Bank zu einem erschwinglichen Geldbetrag erwerben. Damit tragen die Banken auch dazu bei, die Selbsthilfekräfte der vom Hunger bedrohten Bevölkerung zu stärken.

Erdbebensicheres Bauen mit den Ästen des Maulbeerbaumes

Tadschikistan wird jedes Jahr von unzähligen Erdbeben heimgesucht. Das größte Problem dabei ist, dass die lokale Lehmbauweise der Gebäude den Erschütterungen oftmals nicht standhält. Das Ergebnis: Zerstörung und Obdachlosigkeit. Um dies zu verhindern und die Auswirkungen von zukünftigen Beben zu reduzieren, wurde eine Methode entwickelt, welche die Häuser nachhaltig erdbebensicher macht.

Und so funktioniert es: Die Wände der Häuser werden durch einen Holzrahmen und ein Geflecht aus Zweigen und Ästen des Maulbeerbaumes verstärkt. Daraufhin werden die Wände mit einer Mischung aus lokalem Material wie Stroh, Wolle und Gips aufgefüllt und verputzt. Das Holz des Maulbeerbaumes ist flexibel und trotzdem so fest, dass die Gebäude zukünftigen Erschütterungen standhalten. Durch den nachweisbaren Erfolg wurde die Methode in die nationalen Baurichtlinien übernommen.

Sicher vor dem nächsten Hochwasser


Im Südwesten von Nepal kommt es durch den Monsun und anhaltende Regenfälle immer wieder zu Überschwemmungen. Flüsse schwellen an, treten über die Ufer und werden für alle zu einer großen Gefahr. Um auf kommende Flutwellen und Überschwemmungen vorbereitet zu sein, wurden in der Region Mittelwest gleich mehrere Katastrophenvorsorgemaßnahmen getroffen: Ein von der Dorfgemeinschaft gewähltes Katastrophenschutzteam kümmert sich im Fall der Katastrophe darum, die Bewohner in der Gefahrenzone zu informieren und Alarm zu schlagen.

Bereits im Vorfeld wurden Evakuierungspläne ausgearbeitet, auf denen verzeichnet ist, welche Orte bei Hochwasser eine sichere Zuflucht bieten. So haben die Bewohner auch in der Gefahrensituation eine Orientierung. Da durch die Flut in der Vergangenheit immer wieder Menschen ertrunken sind, hat die Dorfgemeinschaft beschlossen, für jeden Bewohner, eine Weste aus PET-Flaschen herzustellen, um für den Ernstfall gewappnet zu sein. Seither finden sich die Westen in jedem Haushalt. Mit diesen Maßnahmen wird dazu beigetragen, dass die Bewohner besser auf kommende Überschwemmungen vorbereitet sind und sich selbst besser zu helfen wissen.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen,
bittet um Spenden für die Katastrophenvorsorge:

Spenden-Stichwort: Katastrophenvorsorge
Spenden-Hotline: 0900 55 10 20 30 (Festnetz kostenfrei, mobil höher)
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30, BIC: BFSWDE33XXX
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