Zwischen Emsland und Burkina Faso

LandsAidZwischen Emsland und Burkina Faso

05-11-2015

Die Krankenschwester und Bildungsreferentin Gabriele Breuckmann ist Vorstandsmitglied bei LandsAid. Darüber hinaus leistet sie als LandsAid-Einsatzkraft medizinische Hilfe in Krisengebieten und repräsentiert die Hilfsorganisation nicht nur im heimatlichen Emsland. Bereits vor 35 Jahren hat Gabriele Breuckmann drei Jahre lang Humanitäre Hilfe in einem Missionshospital in Tansania geleistet.

„Mein Leitgedanke war es schon immer: Mit und für Menschen zu arbeiten, die kaum eine Stimme haben oder nicht im materiellen und gesundheitlichen Wohlstand leben“, erzählt sie. „Sinnvolles jenseits der westlichen Welt zu bewirken, bedeutet dann glücklicherweise auch, sich nicht in erster Linie dem bürokratischen Aufwand zu stellen, sondern ganz unmittelbar den existenziellen Grundbedürfnissen.“

In vielen Krisengebieten weltweit tätig


Seit einigen Jahren engagiert sich die Meppenerin für LandsAid. Aufmerksam wurde sie auf die oberbayerische Hilfsorganisation durch einen Zeitungsartikel über deren Vorstandsvorsitzenden Hans Musswessels, der wie sie selbst aus dem Emsland kommt. Der Bericht faszinierte sie. Und entfachte in ihr – nach vielen Jahren in einer großen Caritas-Sozialstation im Emsland – den Wunsch, „wieder an die Front zu gehen“, um Soforthilfe zu leisten.

Diesen setzte Gabriele Breuckmann sogleich in die Tat um und besuchte bei LandsAid ein Seminar für humanitäre Hilfe – eine Voraussetzung, um für die Hilfsorganisation in den Einsatz zu gehen. Mittlerweile war die gelernte Krankenschwester schon mehrfach in verschiedenen Krisengebieten tätig. Etwa in Haiti: Nach dem verheerenden Erdbeben leistete sie in einer mobilen Klinik in Port-au-Prince medizinische Nothilfe. Zweimal reiste sie zudem nach Burkina Faso, um sich in einem Flüchtlingscamp Tuareg-Flüchtlingen zu widmen. Zu Hause in Meppen ist Gabriele Breuckmann freiberuflich als Pflegecoach sowie als Dozentin in verschiedenen Bildungszentren tätig und schult pflegende Angehörige sowie Pflegepersonal.

Die Stimme der Opfer wahren


„Ich habe ein großes Bedürfnis, nicht nur in Deutschland für eine menschenwürdige Pflege einzustehen, sondern auch in internationalen Krisengebieten Gesicht und Stimme der Opfer von Naturkatastrophen und Kriegen zu wahren. Das kann ich mit meinem Einsatz bei LandsAid tun.“

Darüber hinaus betreibt sie für die Hilfsorganisation Öffentlichkeitsarbeit und sammelt Spendengelder. „Ich stelle für LandsAid sozusagen die Vertretung im Emsland dar.“ Dabei könne sie ihre eigene Begeisterung auf die Menschen dort übertragen. „Ich habe das Glück, gesund und voller Elan zu sein. Für mich ist es eine moralische Verpflichtung, diese Gaben einzusetzen. Liebe ist das Gebot – und was gibt es Schöneres, als diese Chance in meiner zweiten Lebenshälfte mit den vielen bereichernden Kollegen unter der Flagge von LandsAid umzusetzen …“

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