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Zyklon Pam im Südpazifik"Hunger und medizinische Versorgung das größte Problem"

16-03-2015

Internationale Hilfsorganisation World Vision verteilt Hilfsgüter auf Vanuatu

Nach dem verheerenden Zyklon Pam ist ein großer Teil der Ernte des Inselstaates Vanuatu vernichtet. Viele Obstbäume wurden umgeworfen und landwirtschaftliche Flächen stehen unter Wasser, berichtet die Kinderhilfsorganisation World Vision. Experten für Katastrophenhilfe der Organisation sind mittlerweile in der Region eingetroffen.

Mitarbeiter der Organisation haben mit der Verteilung von Hilfsgütern in den am schwersten betroffenen Gebieten rund um die Hauptstadt Port Vila begonnen. World Vision hatte dort und auf weiteren Inseln bereits vor dem Zyklon Pam Nothilfelager eingerichtet. Deshalb können dringend benötigte Güter wie Küchen- und Hygienesets sowie Werkzeuge für die Reparatur von Häuser verteilt werden. „Infrastruktur und Telekommunikation sind weitgehend zerstört – das macht die Versorgung der Bevölkerung sehr schwierig“, erklärt der Leiter der humanitären Hilfe von World Vision Deutschland, Harry Donsbach. „Dazu kommt noch, dass viele fruchttragende Bäume kurz vor der Ernte standen. Diese Selbstversorgung fällt jetzt weg.“ Mitarbeiter der Organisation ermitteln derzeit das Ausmaß der Schäden auf der Hauptinsel. Die Stromversorgung ist zusammengebrochen, 80 Prozent der Leitungen sind beschädigt. Etwas besser ist die Versorgung mit Trinkwasser, doch auch diese wird noch wochenlang nur eingeschränkt möglich sein.

„Besonders problematisch ist, dass auch das Krankenhaus in der Hauptstadt Port Vila vom Sturm schwer beschädigt wurde“, sagt Harry Donsbach. „Unsere Kollegen berichten, dass das Krankenhaus zudem völlig überfüllt ist und Krankenwagen wegen Benzinmangels nicht fahren können. Ärzte und Pflegepersonal arbeiten bis zur Erschöpfung.“ Viele Patienten wurden in einen unbeschädigten Teil des Krankenhauses verlegt und müssen dort in drangvoller Enge versorgt werden. Es fehlt zudem an Medikamenten und medizinischem Material. World Vision konnte mit Hilfe der australischen Regierung zusätzliche Fachkräfte für Logistik und Nothilfe sowie Hilfsgüter nach Vanuatu fliegen. Zu 45 der insgesamt 80 ortsansässigen Mitarbeitern der Organisation besteht nach dem Sturm wieder Kontakt, 35 werden noch vermisst. Weiterhin ist der Kontakt zu vielen der entlegeneren Inseln unmöglich. 

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