Zyklon Birma / MyanmarMalteser sichern Wasserversorgung in den Slums von Yangon

13-05-2008

"Hier ist die Lage wirklich dramatisch", so Birke Herzbruch, Projektkoordinatorin der Malteser in Yangon. " Wir haben bereits Desinfektiontabletten zur Aufbereitung von Trinkwasser für die Versorgung der Bevölkerung im Stadtteil Dawbon und in der ländlichen Armutssiedlung von Tantabin unweit von Yangon beschafft und werden diese ab Dienstag verteilen. Das benötigen die Menschen derzeit besonders, denn auf eine solche Katastrophe war niemand vorbereitet, niemand hatte Vorräte", so Herz-bruch weiter. Die ganze Stadt liege total im Dunkeln, alles sei schwarz wie die Nacht. Weitere Hilfsmaßnahmen der Malteser wie das Verteilen von Plastikplanen und Moski-tonetzen für die Bevölkerung sind derzeit in Vorbereitung. Die Hilfe der Malteser wird nach einer mündlichen Zusage vom Auswärtigen Amt finanziell unterstützt.

„Zum Glück wurde keiner unserer Mitarbeiter verletzt“, so die erleichterte Herzbruch. „Doch natürlich sind auch sie von den Auswirkungen des Zyklons betroffen, so dass sie sich neben ihrer Arbeit auch um die Versorgung ihrer Familien kümmern müssen.“

Aktuelle Berichte gehen von mehreren Tausend Toten in der betroffenen Region aus. Der Zyklon zieht derzeit weiter nach Norden und auch in Thailand befürchtet man eine Katastrophe.

Die Malteser haben heute Morgen zunächst 10.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung gestellt.

Malteser International arbeitet seit 2001 in Myanmar und verfügt dort über insgesamt drei Programmstandorte. Neben dem Länder- und Programmbüro in Yangon gibt es Programmbüros in der Wa Sonderregion II und im Northern Rakhine State. Die Malteser verbessern den Zugang zu Basisgesundheitsdiensten und bekämpfen Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS. Zudem stellen sie die Grundversorgung mit sauberem Trinkwasser und eine basissanitäre Ausstattung auf Haushaltsebene, an Schulen und Gesundheitseinrichtungen sicher.

Ein verheerender Zyklon traf am Wochenende die Küstenregion von Myanmar. Die Fünf-Millionen Metropole Yangon lag im Zentrum der Verwüstung. Myanmar rief in fünf Regionen den Notstand aus.

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