Tsunami Südasien3 Millionen Euro in 2005 für Sri Lanka.

14-02-2005

Für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Sri Lanka sind die Malteser für 2005 Verpflichtungen in Höhe von rund 3 Millionen Euro eingegangen. "Die Maßnahmen werden zum Teil von eigenen Malteser Mitarbeitern umgesetzt, zum größeren Teil von Partnerorganisationen", berichtet der Malteser Nothilfe-Experte Roland Hansen, der nach längerem Aufenthalt in Sri Lanka nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Wie Hansen betont, sei es Ziel der Malteser, durch die Auswahl von Partnern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Kreisen eine möglichst gerechte Verteilung der Hilfe zu gewährleisten. Neben konfessionellen Einrichtungen (wie katholische Organisationen und buddhistische Klöster) werden sowohl tamilische ("Tamil Rehabilitation Organisation", "Trincomalee District Development Association") als auch ethnisch unabhängige Nichtregierungsorganisationen ("Help for the Children") sowie kommunale Strukturen (z.B. Wasserbehörden) unterstützt. Die Malteser verhandeln ebenso mit der "Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit" (GTZ), die in Sri Lanka seit vielen Jahren tätig ist, über die Finanzierung von mehr als 200 Fischerbooten mit Motoren und Netzen.

Die Malteser sind in Sri Lanka in den am stärksten betroffenen Regionen an der Nord-, Ost- und Südküste tätig: medizinische Versorgung, Wasser- sowie Sanitärversorgung von Flüchtlingscamps, psycho-soziale Unterstützung von traumatisierten Tsunami-Opfern, Wiederaufbau von Waisenhäusern sowie Einkommensschaffende Maßnahmen. Auch Verträge mit Kommunen in Sri Lanka wurden bereits abgeschlossen: für den Wiederaufbau und die Renovierung von über 200 Häusern in Linganaga bei Trincomalee und in vier Dörfern um Habaraduwa südlich von Galle.

Hansen erläutert zudem den Einsatz eines sogenannten "Gully-suckers", einer Klärschlammabsauganlage: "Damit schaffen wir es, die Fäkalien aus den Brunnen abzusaugen. Das ist nötig, denn selbst die einmal gesäuberten Brunnen verschmutzen schnell wieder."

Als "hochsensiblen Bereich" stuft Hansen die weitere Psycho-soziale Betreuung im Land ein. Ein Malteser-Experte wird in Sri Lanka in enger Zusammenarbeit mit einheimischen Fachkräften und unter Berücksichtigung kultureller Hintergründe ein Programm zur Psycho-sozialen Unterstützung aufbauen.

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