Erneut sind die Menschen in Mexiko von einem schweren Erdbeben getroffen worden.
© World Vision/Mexiko

NewsErneut erschüttert ein schweres Erdbeben Mexiko

25-09-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Drei schwere Erdbeben innerhalb von nur drei Wochen haben die Menschen in Mexiko im September erschüttert. Während die Rettungs- und Aufräumarbeiten andauern, steigt die Zahl der Todesopfer in Mexiko auf über 400.

Drittes Erdbeben innerhalb weniger Wochen

Update 25.09.2017: Die Menschen in Mexiko kommen nicht zur Ruhe: Ein weiteres Erdbeben der Stärke 6,1 hat am Wochenende vor allem die Menschen im Süden des Landes aufgeschreckt. Besonders getroffen wurde am Samstagmorgen der Bundesstaat Oaxaca, wo sich das Epizentrum des Bebens befand. Mehrere Häuser und eine Brücke stürzten dort ein.

Auch im 700 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt wurde erneut Erdbebenalarm ausgelöst. Die Rettungskräfte mussten ihre Sucharbeiten unterbrechen. In der Millionenmetropole waren durch das Erdbeben am vergangenen Dienstag 50 Häuser eingestürzt. Rund 70 Menschen wurden seitdem lebend aus den Trümmern geborgen. Insgesamt kamen bei den drei Erdbeben im September über 400 Menschen in Mexiko ums Leben.

Mexiko: Rettungskräfte konnten Überlebende bergen

Update 21.09.2017: 48 Stunden nach dem schweren Erdbeben, das am Dienstag vor allem in Mexiko-Stadt zahlreiche Häuser zerstörte, sind die Menschen vor allem mit Rettungs- und Aufräumarbeiten und der Verteilung von Hilfsgütern beschäftigt. Behindert werden sie dabei allerdings von Nachbeben und starken Regenfällen.

Rund 48 Stunden später liegt die Zahl der Toten in Mexiko bei mindestens 240. Doch es gibt auch gute Nachrichten aus der Hauptstadt des Landes: Rettungskräften in Mexiko-Stadt war es möglich, 50 Menschen lebend aus Trümmern zu bergen. Darunter sind auch elf Kinder aus einer der über 200 Schulen, die bei dem Beben beschädigt wurden.

Einige Krankenhäuser wurden bei dem schweren Erdbeben teilweise zerstört. Andere haben ihre Türen dafür nun für alle Patienten geöffnet – auch für jene ohne Versicherung oder Kreditkarte. Die Energieversorgung ist in Mexiko-Stadt, wo zunächst mehr als vier Millionen Menschen ohne Strom ausharren mussten, weitestgehend wieder hergestellt.

Mexiko-Stadt am Tag nach dem schweren Erdbeben: Menschen suchen in Trümmern nach Überlebenden.
© World Vision/Mexiko

Erneut ein Erdbeben: Es wird mit vielen Opfern gerechnet

Update 20.09.2017: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 hat in der Nacht zu Mittwoch Mexiko erschüttert. Betroffen sind vor allem die Millionen Einwohner der Hauptstadt Mexiko-Stadt, wo zahlreiche Häuser einstürzten und viele Menschen verletzt wurden.

Bisher werden über 220 Tote gemeldet – die meisten davon in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt. Laut Medienberichten wird mit vielen weiteren Opfern gerechnet. Die ganze Nacht über suchten Rettungskräfte in den Trümmern nach Überlebenden. In der Hauptstadt bargen sie aus einem zerstörten Schulgebäude über 20 tote Kinder. Weitere Todesopfer werden aus dem Bundesstaat Morelos sowie in Puebla gemeldet. Dort soll sich den Behörden zufolge auch das Epizentrum des Erdbebens befinden – in einer Tiefe von 51 Kilometern.

Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind in Mexiko im Einsatz. Für die Helfer steht im Moment die medizinische Versorgung der zahlreichen Verletzten im Vordergrund.

Das Erdbeben ereignete sich am Jahrestag des schwersten Erdbebens in der Geschichte Mexikos: Am 19. September 1985 starben fast 10.000 Menschen. Auch damals traf es vor allem die Menschen in Mexiko-Stadt.

Mexiko: Angst vor weiteren Nachbeben

Update 11.09.2017: Nach dem Erdbeben an der Pazifikküste waren die Menschen in Mexiko am Wochenende vor allem mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Erschwert wurde der Einsatz der Rettungskräfte dabei von zahlreichen Nachbeben - bis zu 800 wurden Medienberichten zufolge gezählt - sowie von Hurrikan Katia. Dieser traf am Wochenende die Ostküste des Landes und sorgte für starke Regenfälle.

In Mexiko wurden bislang 90 Menschen tot geborgen, allein 72 davon im Bundesstaat Oaxaca. Als vom Beben besonders schwer getroffen gilt die Stadt Juchitan: Rund ein Drittel der Häuser soll dort unbewohnbar sein. Da auch das Krankenhaus stark beschädigt wurde, mussten Patienten in einer Turnhalle behandelt werden. Viele Mexikaner trauten sich zudem nicht in ihre beschädigten Häuser zurück, aus Angst, diese könnten bei einem der Nachbeben einstürzen.

Mittlerweile gilt das Erdbeben der Stärke 8,2 als das stärkste in Mexiko seit 100 Jahren. Rund 50 Millionen Menschen hatten die Erschütterungen durch das Beben in der Nacht zu Freitag zu spüren bekommen. Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 15.400 Erdbeben gezählt.

Erdbeben der Stärke 8 an der Pazifikküste

Update 08.09.2017: Ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste hat Mexiko und mehrere Staaten Mittelamerikas erschüttert. Laut Medienberichten kamen in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas und Tabasco mindestens fünf Menschen ums Leben.

Für die Pazifikküsten von Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und Ecuador sprachen die Behörden am Freitagmorgen zudem eine Tsunamiwarnung aus. Dort seien gefährliche Flutwellen möglich.

Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 8 auf der Richterskala liegt vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas. Es wurde laut Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in einer Tiefe von 33 Kilometern gemessen. Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.

Infografik: Entstehung eines Tsunamis
 
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Zu spüren war das Beben auch für die Menschen in der rund 700 Kilometer entfernten Metropole Mexiko-Stadt. Genaue Informationen zu Verletzten und Schäden gibt es bisher nicht, gegen Mitternacht jedoch flohen zahlreiche Menschen auf die Straßen. Augenzeugen berichten von schwankenden Häusern und es kam zu Stromausfällen. Im Bundesstaat Oaxaca soll ein Hotel eingestürzt sein.

Bei dem Beben handelt es sich um das stärkste, das Mexiko seit 1985 erlebt hat. Damals kamen allein in Mexiko-Stadt tausende Menschen ums Leben.

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