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Erdbeben JapanStromausfall? Lebensgefahr!

06-03-2012

Islamic Relief sichert mit Generatoren die Beatmung schwerstbehinderter Menschen

Um Yunos Geschichte erzählen zu können, muss man ins Jahr 1986 zurückblicken. Yuno war damals gerade mal drei Jahre alt, als sie allein ins Badezimmer ging – und in die randvoll gefüllte Wanne kletterte. Das Mädchen war viel zu lange unter Wasser, ihre hinzugeeilte Mutter konnte sie gerade noch vor dem Ertrinken bewahren. Yuno hat überlebt, doch durch den lang anhaltenden Sauerstoffmangel wurden ihrem Gehirn schlimme Schäden zugefügt. Sie ist schwerbehindert und seit dem schrecklichen Ereignis auf ein externes Beatmungsgerät angewiesen.

Yuno wohnt mit ihren Eltern in der Küstenstadt Kamaishi. Ihre Mutter Noriko und ihr Vater Shunji sind bemerkenswert herzliche Menschen, sie pflegen Yuno liebevoll und aufopfernd. Doch am 11. März 2011 – nach 25 Jahre Pflege – sind sie zum ersten Mal so richtig an ihre Grenzen gekommen. Die Familie wohnt in den Bergen, vom Tsunami wurde sie daher verschont, doch das vorangegangene Erdbeben hat auch ihr Haus bedenklich erschüttern lassen. Die Mauern blieben stehen, doch der Strom fiel aus – bei ihnen sowie in der gesamten Nachbarschaft.

Zusammenarbeit mit japanischem Partner

Kochkunst im Container

Für Yuno war der Stromausfall gleichbedeutend mit einer tödlichen Gefahr: Ihr Beatmungsgerät konnte nicht mehr betrieben werden, die Eltern gerieten in Panik. Hektisch diskutierten sie das weitere Vorgehen – und hatten eine rettende Idee: die Autobatterie. „Wir schlossen das Gerät an die Batterie an“, sagt Mutter Noriko. „Für einige Zeit konnten wir die Beatmung damit aufrechterhalten. Außerdem suchten wir aus dem ganzen Haus Kerzen zusammen, um genügend Licht zu haben – so konnten wir Yuno ihre Medikamente verabreichen.“

Die provisorischen Maßnahmen retteten Yunos Leben, doch künftig wird die Familie auf mögliche Beben bedeutend besser vorbereitet sein: Gemeinsam mit der japanischen Hilfsorganisation AAR stellt Islamic Relief der 28-jährigen Yuno und vielen anderen schwerstbehinderten Kindern benzinbetriebene Stromgeneratoren zur Verfügung; jeder Generator kostet umgerechnet rund
1500 Euro. „Dass schwerstbehinderte Menschen durch Naturkatastrophen besonders gefährdet sind, wird häufig übersehen“, sagt Nuri Köseli von Islamic Relief. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir Yuno und anderen jungen
Menschen dieses Stück Sicherheit bieten können.“

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