Menschen vor zerstörten Häusern nach dem Erdbeben in Ecuador 2016 © Tom Ruebenach - Archivbild
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NewsSchweres Erdbeben in Mexiko und Mittelamerika

08-09-2017

von Aktion Deutschland Hilft

Ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste hat in der Nacht zu Freitag Mexiko und mehrere Staaten Mittelamerikas erschüttert. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in Mexiko über 90 Todesopfer und mehr als 200 Verletzte. Hunderte Nachbeben und Starkregen - verursacht von Hurrikan Katia - erschweren die Aufräumarbeiten.


11.09.2017

Nach dem Erdbeben an der Pazifikküste waren die Menschen in Mexiko am Wochenende vor allem mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Erschwert wurde der Einsatz der Rettungskräfte dabei von zahlreichen Nachbeben - bis zu 800 wurden Medienberichten zufolge gezählt - sowie von Hurrikan Katia. Dieser traf am Wochenende die Ostküste des Landes und sorgte für starke Regenfälle.

Mexiko: Angst vor weiteren Nachbeben

In Mexiko wurden bislang 90 Menschen tot geborgen, allein 72 davon im Bundesstaat Oaxaca. Als vom Beben besonders schwer getroffen gilt die Stadt Juchitan: Rund ein Drittel der Häuser soll dort unbewohnbar sein. Da auch das Krankenhaus stark beschädigt wurde, mussten Patienten in einer Turnhalle behandelt werden. Viele Mexikaner trauten sich zudem nicht in ihre beschädigten Häuser zurück, aus Angst, diese könnten bei einem der Nachbeben einstürzen.

Mittlerweile gilt das Erdbeben der Stärke 8,2 als das stärkste in Mexiko seit 100 Jahren. Rund 50 Millionen Menschen hatten die Erschütterungen durch das Beben in der Nacht zu Freitag zu spüren bekommen. Mexiko befindet sich in einer der weltweit aktivsten Erdbebenzonen. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 15.400 Erdbeben gezählt.


08.09.2017

Ein schweres Erdbeben vor der Pazifikküste hat Mexiko und mehrere Staaten Mittelamerikas erschüttert. Laut Medienberichten kamen in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas und Tabasco mindestens fünf Menschen ums Leben.

Behörden warnen vor Tsunami

Für die Pazifikküsten von Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und Ecuador sprachen die Behörden am Freitagmorgen zudem eine Tsunamiwarnung aus. Dort seien gefährliche Flutwellen möglich.

Das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 8 auf der Richterskala liegt vor der Küste des südmexikanischen Bundesstaates Chiapas. Es wurde laut Pazifik-Tsunami-Warnzentrum in einer Tiefe von 33 Kilometern gemessen. Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird.

Infografik: Entstehung eines Tsunamis
 
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Das stärkste Erdbeben seit 1985

Zu spüren war das Beben auch für die Menschen in der rund 700 Kilometer entfernten Metropole Mexiko-Stadt. Genaue Informationen zu Verletzten und Schäden gibt es bisher nicht, gegen Mitternacht jedoch flohen zahlreiche Menschen auf die Straßen. Augenzeugen berichten von schwankenden Häusern und es kam zu Stromausfällen. Im Bundesstaat Oaxaca soll ein Hotel eingestürzt sein.

Bei dem Beben handelt es sich um das stärkste, das Mexiko seit 1985 erlebt hat. Damals kamen allein in Mexiko-Stadt tausende Menschen ums Leben.

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