Was ist die Stiftung Deutschland Hilft?
Wenn Menschen an Hilfe denken, denken sie meist an das Hier und Jetzt: Nach einer Naturkatastrophe oder in einer humanitären Krise wird Unterstützung dringend gebraucht. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft sorgt dafür, dass diese Hilfe schnell dort ankommt, wo sie benötigt wird.
Die Stiftung Deutschland Hilft verfolgt einen ergänzenden Ansatz. Sie sorgt dafür, dass Hilfe auch morgen und in vielen Jahren noch möglich ist. Dafür baut sie dauerhaft Vermögen auf. Dieses Stiftungsvermögen bleibt grundsätzlich erhalten. Aus seinen Erträgen werden die gemeinnützigen Zwecke der Stiftung gefördert. So entsteht aus einer Entscheidung von heute eine Wirkung, die weit in die Zukunft reicht.
Warum gibt es neben dem Bündnis Aktion Deutschland Hilft überhaupt eine Stiftung Deutschland Hilft?
Man kann es mit einem Haus vergleichen. Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft öffnet die Tür, wenn Menschen akut Hilfe brauchen. Die Stiftung sorgt dafür, dass dieses Haus auch in Zukunft auf einem tragfähigen Fundament steht.
Beides ergänzt sich: Das Bündnis hilft unmittelbar. Die Stiftung stärkt die langfristige Handlungsfähigkeit, damit das gemeinnütziges Engagement dauerhaft möglich bleibt.
Was bedeutet eigentlich „Zustiftung“?
Der Begriff klingt etwas technisch. Die Idee dahinter ist jedoch einfach.
Mit einer Zustiftung schenken Sie kein Geld, das zeitnah ausgegeben wird. Stattdessen stärken Sie das Vermögen der Stiftung. Dieses Vermögen bleibt grundsätzlich erhalten. Eingesetzt werden die Erträge, die daraus erwirtschaftet werden. Jedes Jahr werden die Zinserträge aus der Zustiftung ausgegeben.
Eine Zustiftung wirkt deshalb nicht nur einmal. Sie kann über viele Jahre hinweg dazu beitragen, die gemeinnützigen Aufgaben der Stiftung zu erfüllen.
Was unterscheidet eine Zustiftung von einem Stiftungsfonds?
Wer dauerhaft helfen möchte, kann dies auf unterschiedliche Weise tun.
Mit einer Zustiftung stärken Sie das Vermögen der Stiftung Deutschland Hilft. Ihr Beitrag bleibt dauerhaft erhalten und trägt dazu bei, dass die Stiftung ihre Aufgaben auch in Zukunft erfüllen kann. Aus den Erträgen werden Projekte gefördert, die Menschen weltweit besser auf Krisen und Katastrophen vorbereiten und ihre Widerstandskraft stärken.
Ein Stiftungsfonds geht einen Schritt weiter. Er verbindet diese langfristige Wirkung mit einer persönlichen Geschichte. Ihr Engagement erhält einen eigenen Namen – etwa den Ihrer Familie oder eines Menschen, den Sie in besonderer Erinnerung behalten möchten. So entsteht ein bleibendes Zeichen für das, was Ihnen am Herzen liegt.
Der Stiftungsfonds ist keine eigene Stiftung. Er wird unter dem Dach der Stiftung Deutschland Hilft geführt und von ihr verwaltet. Sie profitieren von einer professionellen Verwaltung und können Ihrem Engagement dennoch eine ganz persönliche Identität geben.
Kurz gesagt: Eine Zustiftung schafft bleibende Wirkung. Ein Stiftungsfonds schafft bleibende Wirkung – und trägt Ihren Namen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Spende und einer Zustiftung?
Beides ist wertvoll – und beides verfolgt einen unterschiedlichen Ansatz.
Eine Spende an einen gemeinnützigen Verein oder an das Bündnis Aktion Deutschland Hilft wird zeitnah für die gemeinnützige Arbeit eingesetzt. Sie hilft dort, wo Unterstützung akut gebraucht wird.
Eine Zustiftung verfolgt einen langfristigen Ansatz. Sie stärkt das Vermögen der Stiftung und schafft damit die Grundlage dafür, dass auch in Zukunft Erträge für gemeinnützige Zwecke erwirtschaftet werden können.
Kurz gesagt: Eine Spende hilft heute. Eine Zustiftung hilft ab heute – für morgen. Gerade dieses Zusammenspiel macht gemeinnütziges Engagement nachhaltig.
Kann eine Zustiftung eigentlich zu klein sein?
Viele Menschen glauben, Stiften sei nur etwas für sehr große Vermögen.
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum.
Eine Stiftung wächst oft Schritt für Schritt. Jede Zustiftung trägt dazu bei, das Stiftungsvermögen zu stärken und die Zukunft der Stiftung zu sichern. Je größer natürlich die Zustiftung ist, desto wirksamer sind die Zinserträge, die jährlich aus der Zustiftung heraus ganz konkret in der Humanitären Hilfe ausgegeben werden. Nicht die Höhe entscheidet über die Bedeutung einer Zustiftung, sondern die Bereitschaft, langfristig Verantwortung zu übernehmen.
Warum sind Zustiftungen so wichtig?
Ein Baum trägt nur dann Jahr für Jahr Früchte, wenn seine Wurzeln gesund sind.
Für eine Stiftung ist das Stiftungsvermögen genau diese Wurzel. Je stärker es wächst, desto größer sind langfristig die Möglichkeiten, aus seinen Erträgen gemeinnützige Zwecke zu fördern.
Zustiftungen schaffen deshalb nicht nur Unterstützung für heute. Sie stärken die Zukunftsfähigkeit der Stiftung und helfen dabei, dauerhaft wirksam zu bleiben.
Kann ich die Stiftung Deutschland Hilft in meinem Testament berücksichtigen?
Ja. Viele Menschen möchten über ihr eigenes Leben hinaus etwas bewirken. Mit einem Testament können sie ihre Werte weitergeben und dazu beitragen, dass Ihre Ideen und Vorstellungen auch zukünftigen Generationen zugutekommt.
Sie können die Stiftung Deutschland Hilft beispielsweise durch ein Vermächtnis oder als Erbin bedenken.
Kann ich mitbestimmen, wofür meine Zustiftung eingesetzt wird?
Ja. Sogenannte Zweckbindungen sind kein Wunschkonzert für die gemeinnützige Organisation, die bedacht wird. Sie sind verbindlich und damit zu erfüllen.
Viele Stifterinnen und Stifter möchten wissen, welche Wirkung ihre Unterstützung entfaltet. Je nach Umfang und Ausgestaltung einer Zustiftung können individuelle Vereinbarungen geprüft werden, sofern sie mit der Satzung der Stiftung vereinbar sind. Gerne beraten wir Sie persönlich und partnerschaftlich.
Erhalte ich für meine Zustiftung eine Zuwendungsbestätigung?
Ja. Wie Spenden an gemeinnützige Organisationen sind auch Zustiftungen steuerlich begünstigt. Selbstverständlich erhalten Sie eine Zuwendungsbestätigung für Ihre Unterlagen.
Kann ich gemeinsam mit meiner Familie stiften?
Manche Werte möchte man nicht nur weitergeben, sondern gemeinsam leben.
Deshalb entscheiden sich viele Familien dafür, gemeinsam eine Zustiftung zu leisten oder die Stiftung in ihrem Testament zu berücksichtigen. So entsteht ein gemeinsames Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung, das weit über eine Generation hinausreichen kann. Gern wird der Familienname oder der Name im Gedenken an eine nahe Person in einem Stiftungsfonds verewigt.
Was bleibt von meiner Unterstützung in z.B. 30 Jahren?
Diese Frage stellen sich viele Menschen. Eine Spende hilft dort, wo sie heute dringend gebraucht wird. Ihre Wirkung entfaltet sich unmittelbar. Eine Zustiftung erzählt die Geschichte weiter. Sie bleibt Teil des Stiftungsvermögens und kann Jahr für Jahr Erträge erwirtschaften. So wird aus einer einmaligen Entscheidung ein langfristiger Beitrag zum Gemeinwohl.
Oder anders gesagt: Eine Spende schreibt ein wichtiges Kapitel. Eine Zustiftung hilft dabei, dass die Geschichte weitergeht und daraus ein ganzes Buch entsteht.
Kann man Hoffnung eigentlich verschenken?
Hoffnung lässt sich eher schwer verpacken oder verschicken. Sie kann aber gelebt und weitergetragen werden. Genau darin liegt die Idee einer Stiftung. Wer zustiftet, schenkt nicht nur Geld. Er oder sie trägt dazu bei, dass Menschen auch in Zukunft auf Hilfe vertrauen können.
Muss mein Name später irgendwo stehen?
Nicht jede:r von uns möchte öffentlich für das eigene Engagement gewürdigt werden. Viele Stifterinnen und Stifter entscheiden sich bewusst dafür, im Hintergrund zu wirken. Wenn Sie dies wünschen, kann Ihre Zustiftung oder testamentarische Zuwendung vertraulich behandelt werden.
Denn am Ende zählt nicht, wer genannt wird. Entscheidend ist, dass Hilfe möglich bleibt.
Warum entscheiden sich Menschen überhaupt dafür zu stiften?
Die Beweggründe sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst.
Manche möchten etwas von ihrem Erfolg weitergeben. Andere möchten Verantwortung übernehmen, die über ihre eigene Lebenszeit hinausreicht. Wieder andere wünschen sich, dass ein Teil ihres Vermögens dauerhaft dem Gemeinwohl dient.
Allen gemeinsam ist ein Gedanke: Etwas zu hinterlassen, das Bestand hat. Nicht alles, was bleibt, muss aus Stein gebaut sein. Manchmal besteht Unterstüzung einfach darin, dass Menschen auch in Zukunft auf Hilfe vertrauen können.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, welche Möglichkeiten einer Zustiftung oder einer testamentarischen Zuwendung zu Ihren Vorstellungen passen, beraten wir Sie gerne persönlich und vertraulich.

Ihr Kontakt:
Almuth Wenta
Stiftungsmanagerin
Festnetz: 0228 242 92 480
Mobil: 0160 948 132 27
oder per E-Mail
© Stiftung Deutschland Hilft






